Lange Schlangen vor den Bürgerbüros machen nicht nur den Kunden zu schaffen, auch die Mitarbeiter leiden unter der angespannten Lage. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

In den Stuttgarter Bürgerbüros gibt es lange Warteschlangen und genervte Kunden. Doch auch auf der anderen Seite des Schalters herrscht Notstand: Gleich mehrere Gründe machen auch den Mitarbeitern das Berufsleben schwer.

Lange Schlangen mit verärgerten oder gar verzweifelten Wartenden vor den Stuttgarter Bürgerbüros sind mittlerweile zum gewohnten Anblick geworden. Um die Kunden schneller bedienen zu können, hat OB Frank Nopper eine Task-Force eingesetzt. Es wurden 30 Notmaßnahmen erarbeitet, um möglichst schnell Abhilfe zu schaffen. Es gibt aber Stimmen, denen das nicht genug ist: „Wir haben den Eindruck, es geht bisher bei den Maßnahmen vor allem um die Bürger, und nicht um die Mitarbeiter“, sagt Katja Markstahler, die Personalratsvorsitzende des Amtes für öffentliche Ordnung (AöO). Das Personal könnte nichts für die Zustände, müsse aber ebenfalls sehr unter der Situation leiden. Verunglimpfungen und Beschimpfungen seitens der Kunden nähmen immer stärker zu. Zudem lasse die Wertschätzung seitens des Arbeitgebers sehr zu wünschen übrig. Viele Mitarbeiter würden sich alleinegelassen fühlen.