Gemeinsame Veranstaltung von Böblinger und Sindelfinger Rotariern. Stadt Sindelfingen muss Gürtel enger schnallen.
Immer wieder rief Romy „Du der Max ist vorne“, so schilderte der neue Sindelfinger OB Markus Kleemann den spannenden Wahlabend, den er im Sommer mit rund 500 Menschen im Foyer des Rathauses verbrachte. Dabei kam seine Nichte, Romy, mit dieser Aussage nur dem Auftrag nach, den sie erhalten hatte: Schauen, welcher Balken größer ist, der des Onkels oder des Konkurrenten. Mit diesem Eisbrecher hatte Kleemann die rund 80 Rotarier, die sich am vergangenen Montag im Sindelfinger Hotel Eriksson einfanden, um den neuen Oberbürgermeister kennen zu lernen, schnell auf seiner Seite.
Nach einer Begrüßung durch die Sindelfinger Präsidentin, Claudia Franz und Dr. Karl- Peter Hoffmann, Präsident des Böblinger Clubs, ging Markus Kleemann auf die aktuelle Situation der Stadt Sindelfingen ein. Dabei verwies er auf die vielen Projekte, die seit dem Beginn seiner Arbeit im August bereits angestoßen wurden. Beschlossen wurden unter anderem 40 Millionen Euro für die Sanierung der Sindelfinger Schulen. Auch das Oktagon wird mit dem Schwerpunkt Bildung eine neue Ausrichtung erhalten. Eine künftige Nutzung soll Schülerinnen und Schülern zugutekommen, die neben Gruppen- und Einzelarbeitsräumen auch eine umfangreiche digitale Bibliothek erhalten.
In Kürze geht es im Gemeinderat dann um die Neukonzeption des Badezentrums. Derzeit pendelt die Diskussion zwischen Sanierung und Spaßbad und somit zwischen 30 und 140 Millionen Euro an Finanzbedarf. Ihm sei es wichtig, eine neue Dynamik in die Diskussion zu bringen, indem auch Varianten zwischen diesen beiden Alternativen zur Wahl stehen sollen, führte der OB aus. Auch für den Grünen Platz, für dessen positive Entwicklung die bisherigen Konzepte nicht wirtschaftlich waren, werden neue Ideen diskutiert, um damit das Interesse von Investoren zu wecken.
Allerdings musste er auch einen Wermutstropfen in Kauf nehmen. In der Erwartung, in eine reiche Stadt zu kommen war es für ihn überraschend, wie stark die Einbrüche bei den Gewerbesteuereinnahmen sind. Kleemann wurde bereits im Wahlkampf vermittelt, dass es viel zu tun gibt, Dennoch war er nach Amtsantritt verwundert darüber, dass eine der reichsten Städte des Landes einen so großen Sanierungsstau aufweist. Lange Zeit wurde an vielen Stellen nichts gemacht. Vor diesem Hintergrund habe er der Verwaltung den Auftrag erteilt, zu erfassen, was wo in den nächsten Jahren zu tun ist, welche Dringlichkeit vorliegt und welche Kosten zu erwarten sind. Die Konsequenzen hieraus, werden Oberbürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung in den kommenden Monaten stark beschäftigen.
Abschließend zeigte sich der Oberbürgermeister erfreut darüber, dass es an den wesentlichen Stellen in der Stadt doch vorangeht. Er dankte dem Gemeinderat dafür, dass er mit offenen Armen empfangen wurde und beschrieb seine Verwaltung als offen und konstruktiv.
Zu Beginn der Veranstaltung hatten Franz und Hoffmann bereits dargelegt, mit welchen aktuellen Projekten ihre Clubs die Arbeit für Sindelfingen begleiten. Hierbei ging die Sindelfinger Präsidentin, Claudia Franz, auf die Bildungsprojekte ein, die der Club mit verschiedenen Sindelfinger Schulen umsetzt. Der Böblinger Präsident, Karl-Peter Hoffmann, hob vor allem die intensivierte Zusammenarbeit der beiden Clubs hervor, die unter anderem zu einer gemeinsamen Genussfahrt im kommenden Juni führen wird. Die Erlöse dieser Veranstaltung kommen dem Hospizzentrum in Böblingen zugute.
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