Dürfte viele Zuschauer anlocken: das Rennen mit Mülltonnen Foto: Seifenkistenverband

Erstmals findet ein Lauf auf rollenden Abfallbehältern statt. Premiere feiern auch die Bobby-Car-Rennen.

Sindelfingen - Der 11. Sindelfinger Goldberg-Cup am Sonntag, 2. Oktober, dürfte für Teilnehmer und Zuschauer gleichermaßen zu einem besonderen Ereignis werden. Gleich zwei neue Wettbewerbe flankieren den letzten Lauf zur baden-württembergischen Meisterschaft der Seifenkistenrennfahrer. Zum einen werden die Lenker von Bobby-Cars versuchen, möglichst schnell die Rennstrecke am Goldberg hinter sich zu bringen, zum anderen – und das ist für die Zuschauer sicher weitaus kurioser – wird es erstmals ein Mülltonnenrennen auf der Goldmühlenstraße geben. „Solche Rennen sind in Baden-Württemberg bisher äußerst selten“, sagt Robert Brandelik. Der ehemalige Sindelfinger und zweite Vorsitzende des Seifenkistenverbands Baden-Württemberg ist der Cheforganisator des Goldberg-Cups, der auch in diesem Jahr wieder vom Stadtjugendring Sindelfingen veranstaltet wird.

Mit bis zu 70 Startern rechnet Brandelik bei den Rennen mit verschiedenen Gefährten und in verschiedenen Starterklassen. „Mehr als 80 können wir aus organisatorischen Gründen auch nicht bewältigen“, sagt er. Ob auch Oberbürgermeister Bernd Vöhringer als Schirmherr der Veranstaltung wie in früheren Jahren wieder an den Start gehen wird, kann Brandelik nicht sagen. Eine Anmeldung lag ihm bis vor dem Wochenende noch nicht vor. Das Gros der Anmeldungen geht laut dem Cheforganisator aber erst drei bis vier Tage vor dem Rennen ein. „Da schauen die Leute nochmals, wie das Wetter wird“, sagt er schmunzelnd.

Zwei Dutzend Fahrer haben ihre Teilnahme aber bereits zugesagt. „Das ist sehr gut“, sagt Brandelik zufrieden. Da es der letzte Lauf für die baden-württembergische Meisterschaft ist – am Wochenende fand das vorletzte Rennen in der Wertung in Gosheim statt – sei aber mit einem „starken Teilnehmerfeld zu rechnen“, so der Vize des Seifenkistenverbands im Südwesten. Die Zahl der aktiven Fahrer im Verband schätzt er aktuell auf rund 30, bundesweit seien es rund 300. Die Zahl der nicht organisierten Fahrer liege aber deutlich höher.

Noch ist die Zahl der Teilnehmer nicht genau bekannt

Das Mülltonnenrennen, für das die Veranstalter zehn Tonnen vom Abfallwirtschaftsbetrieb gespendet bekommen haben – „jeder kann aber auch mit seiner eigenen Tonne starten“, so Brandelik –, wird nach der Einschätzung des Cheforganisators eines der Highlights am Renntag sein. Er freut sich aber auch schon auf den Start der Speedklasse, bei der Fahrzeuge mit Luftreifen fahren: „Die sind deutlich schneller als die anderen Kisten.“ Auch hier sei noch nicht bekannt, wer mit welchen Flitzern komme. Die Unternehmen Wiesel und Hofmeister wollen aber mit eigenen Fahrzeugen starten.

Dass auch einige Flüchtlinge aktiv ins Geschehen eingreifen wollen und sich bereits seit geraumer Zeit auf die Rennen vorbereiten, freut den heute in Pforzheim lebenden Brandelik. So sei ein internationales Starterfeld gesichert.

Rund 35 Helfer des Verbands sind in die Organisation des gesamten Renntags eingebunden, der Kosten von rund 6500 Euro verursacht. Im vergangenen Jahr habe man unterm Strich 1000 Euro Verlust gemacht und trotz der überschaubaren Summe werde es immer schwieriger, für die Veranstaltung Partner zu finden, die sich auch finanziell einbringen.

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