Foto: Stadt Sindelfingen

Der Glaspalast steht nach Informationen dieser Zeitung nicht mehr auf der Streichliste. Die Großsporthalle soll erhalten bleiben und möglicherweise sogar als Baudenkmal geschützt werden.

Sindelfingen - Der Glaspalast steht nach Informationen dieser Zeitung nicht mehr auf der Streichliste. Die Großsporthalle soll erhalten bleiben und möglicherweise sogar als Baudenkmal geschützt werden.

Die Stadt will heute darüber informieren, wie sie ihren Etat künftig um etwa sieben Millionen Euro im Jahr entlasten möchte. Bei der am Mittwochabend zu Ende gegangenen Klausurtagung des Gemeinderats zum Sparprogramm stand auch die Großsporthalle zur Debatte. Sie gehört zu den Einrichtungen, die sich die Daimlerstadt leistete, als sie dank der Gewerbesteuer-Zahlungen des Unternehmens in Geld schwamm. In diesem Jahr hat Sindelfingen bei der Gewerbesteuer wegen hoher Rückzahlungen ein Minus von sieben Millionen.

Der 1977 eröffnete Glaspalast ist Bundesstützpunkt für Judo und Leichtathletik, wird aber längst auch für gesellschaftliche Großveranstaltungen genutzt und von einem Verein gemanagt. Das Betriebsdefizit wird dadurch verringert, doch die Unterhaltungskosten machen der Stadt zu schaffen. Die Schließung wird seit Jahren diskutiert, kommt aber offenbar auch diesmal nicht. Jetzt gibt es sogar den Vorschlag, den vom Stuttgarter Architekten Günther Behnisch gebauten Glaspalast unter Denkmalschutz zu stellen.

Geschlossen wird aber die Hauptschule am Klostergarten. Für diese Entscheidung (eine Gegenstimme, eine Enthaltung) haben die Stadträte gestern die Klausur unterbrochen. Sprecher der Fraktionen betonten, dass dies nicht in erster Linie wegen des Sparzwangs geschehe. Begründet wird das Aus zum Schuljahr 2012/13 mit sinkenden Schülerzahlen und der Einführung der zweizügigen Werkrealschule. Sindelfingen will die übrigen drei Hauptschulen in Werkrealschulen umwandeln und so das Bildungsangebot für alle verbessern, wie es hieß. Freilich spart die Stadt so die Unterhaltungskosten für ein Gebäude. Schüler und Lehrer hatten gegen das Aus protestiert.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: