Sindelfinger Mythen und Legenden erzählt der Mönch Foto: factum/

Als Mönch in roter Kutte erzählt Michael Weber Gruselgeschichten bei abendlichen Stadtführungen.

Sindelfingen - Wäre die moderne Brille nicht – Michael Weber würde perfekt ins Mittelalter passen. In einer roten Kutte steckt er, er trägt weiße Handschuhe und hat ein dickes ledergebundenes Buch in der Hand. An der Sindelfinger Martinskirche – einer der ältesten im Land – empfängt er seine Gäste. Noch ist es nicht ganz dunkel, doch die Dämmerung hat bereits eingesetzt. Die angestrahlte Kirche bietet die perfekte Kulisse für den Historiker, der als Mönch in roter Kutte eine ganze neue Form der Stadtführung anbietet: eine Gruselführung.

Tief eingetaucht in die Mythen und Legenden der Stadt ist Weber, der sonst Stadtführungen zu anderen Themen anbietet. Und dabei ist er auf allerhand seltsame Gestalten gestoßen, die sich einst in Sindelfingen tummelten. Und bisweilen noch heute ihr Unwesen treiben sollen – wie etwa ein Mönch in roter Kutte, der auf dem Alten Friedhof hausen soll.

Deshalb führt eine Station der Tour, zu der bei der Premiere mehr als 50 Gäste gekommen sind, auch zu diesem Friedhof. Von dort aus hat man einen Blick auf den Herrenwäldlesberg. Dorthin zu gehen könnte gefährlich werden, glaubt man den schaurigen Erzählungen des Mönchs. Dieser berichtet von dem schwarzen Hund mit roten Augen. „Der bewacht einen Schatz, der unter dem Herrenwäldlesberg vergraben ist.“ Wo genau – das weiß auch der Historiker leider nicht.

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