Sindelfingen Der Kandidat will nicht siegen

Von eck 

Andreas Ankele Foto: factum/Granville
Andreas Ankele Foto: factum/Granville

Der Altpunker und Wirt Andreas Ankele bewirbt sich als Oberbürgermeister.

Sindelfingen - Fridi Miller hat einen ernst zu nehmenden Gegenkandidaten. Andreas Ankele, Gastronom und Altpunker, hat gestern nahezu auf die Minute genau zum Ende der Bewerbungsfrist seine Kandidatur für die Oberbürgermeisterwahl eingereicht. Sein Wahlziel ist bescheiden: „Fridi plus eine Stimme“, sagt Ankele, „mehr will ich nicht“. Schon gar nicht will er den Amtsinhaber Bernd Vöhringer aus dem Rathaus befördern. „Der Bernd macht das schon gut“, sagt sein Gegenkandidat. „Ich hätte im Rathaus genauso wenig verloren, wie er in der Traube.“

Die Traube in Sindelfingen ist eine der letzten Punkkneipen in der ganzen Region Stuttgart. Ankele ist dort der Wirt. Jüngst hat er seinen 60. Geburtstag gefeiert. Auch Vöhringer war schon in der Traube zu Gast. Er nahm Protestunterschriften gegen das drohende Aus der Kneipe entgegen. Das Haus wird womöglich abgerissen.

Fridi – mit vollem Namen Friedhild – Miller gilt in Sindelfingen als Paradiesvogel. Ihr Programm im Falle eines Wahlerfolgs ist umfassend: „Fridi – für Gleichheit und Gerechtigkeit. Ab jetzt wird alles anders.“ So wirbt sie auf ihrer Internetseite für sich. Miller hat auch kommunalpolitische Ziele im Programm, wie die Verwirklichung des geplanten Kulturzentrums Domo novo, aber auch den sofortigen Rücktritt des Amtsinhabers.

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