Wie kann Verkehrslärm reduziert und gleichzeitig die Lebensqualität verbessert werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich der „Aktionsplan Mobilität, Klima- und Lärmschutz“ der Stadt Sindelfingen. Bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 5. März stellte die Stadtverwaltung den aktuellen Projektstand sowie die nächsten Beteiligungsschritte vor.
Oberbürgermeister Markus Kleemann betonte die Bedeutung einer ausgewogenen Mobilitätsstrategie: „Sindelfingen ist ein wirtschaftlich starker und dynamischer Standort. Mobilität ist eine zentrale Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg und Lebensqualität. Mit dem Aktionsplan wollen wir Verkehrslärm mit intelligenten Lösungen und attraktiven Angeboten reduzieren.“
Das vom Land Baden-Württemberg geförderte Projekt soll innerhalb der kommenden eineinhalb Jahre konkrete Maßnahmen entwickeln. Im Mittelpunkt steht ein integrierter Ansatz: Neben dem Autoverkehr werden auch der öffentliche Nahverkehr, der Radverkehr und der Fußverkehr betrachtet.
Aktuell befindet sich das Projekt in der Analysephase. Grundlage der weiteren Planung bildet ein neues Lärmmodell der Stadt. Verkehrslärm wird dabei nach gesetzlichen Vorgaben rechnerisch ermittelt. Ergänzend fließen Datenauswertungen, Ortsbegehungen und Modellrechnungen in die Analyse ein.
Erste Ergebnisse zeigen, dass Sindelfingen unter anderem bei der Elektromobilität und der verkehrlichen Erreichbarkeit bereits gut aufgestellt ist.
Mehrere Beteiligungsformate geplant
Für den weiteren Projektverlauf sind mehrere Beteiligungsformate vorgesehen. Im Herbst soll der Entwurf des Lärmaktionsplans öffentlich ausgelegt werden. Bürgerinnen und Bürger können den Plan einsehen und Stellungnahmen abgeben – sowohl vor Ort als auch online. Im Winter 2026 ist zudem ein Workshop geplant, in dem Maßnahmen des Aktionsplans Mobilität, Klima- und Lärmschutz vorgestellt und diskutiert werden.
„Wir wollen den Aktionsplan zügig erarbeiten, aber gleichzeitig möglichst viele Menschen einbinden, damit die Maßnahmen und ihre Auswirkungen transparent diskutiert werden,“ so Baubürgermeisterin Dr. Corinna Clemens zum Abschluss der Präsentation.
In der anschließenden Fragerunde der Informationsveranstaltung wurden unter anderem Themen wie die Beschleunigung des Busverkehrs, die Elektrifizierung der Busflotte sowie der Ausbau des Radwegenetzes angesprochen. Die Stadtverwaltung erklärte, dass Busbevorrechtigungen an Ampeln bereits eingesetzt werden und weiter ausgebaut werden sollen. Auch bestehende Hauptrad-routen sollen – soweit es die personellen und finanziellen Ressourcen erlauben – weiterentwickelt werden.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zum Projekt und zu Beteiligungsmöglichkeiten veröffentlicht die Stadt Sindelfingen fortlaufend unter www.sindelfingen.de/aktionsplan.
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