Knapp über 100 Kinder Foto: Tom Bloch

Rund 870 Teilnehmer rennen beim 22. Stuttgarter Silvesterlauf mit viel Spaß ins neue Jahr.

Weilimdorf - War nun der Startschuss zu spät, oder sprinteten die knapp über 100 Schüler einfach zu früh los? Egal, die Stimmung beim Silvesterlauf in Weilimdorf war jedenfalls ausgelassen und fröhlich. Bestes Laufwetter mit Temperaturen um 8 Grad, kein Regen und eine trockene Strecke zum einen; zum anderen herrschte eine beruhigende Routine im Organisationsteam der beiden ausrichtenden Vereine SG und TSV Weilimdorf mit ihrem OK-Chef Klaus Dettmer. Immerhin fand der Stuttgarter Silvesterlauf zum 22. Mal statt.

Vor dem Schülerlauf über 2300 Meter, bei dem die Rappachschule erneut die größte Gruppe stellte, hatte Gottlieb Albrecht die Startpistole in der rechten Hand und feuerte diese gekonnt ab. Zum Hörnleshasenlauf über 5555 Meter schickte Albrecht 228 Teilnehmer auf die Reise rund um den Fasanengarten, und zwar zum exakt richtigen Zeitpunkt. Kein Wunder, das Mitglied der Leichtathletikabteilung des TSV ist seit Anbeginn dabei genauso wie das Motto der letzten Sportveranstaltung des Jahres: Jeder Teilnehmer ist ein Sieger über sich selbst.

Gleich drei Generationen deckte die Familie Baumstark aus Feuerbach ab. Als ältester Teilnehmer ging der Altstadtrat Robert Baumstark (75) an die Hörnleshasenlauf-Strecke und absolvierte diese in exakt 33 Minuten. Er holte sich damit den Sieg in seiner Altersklasse; aber auch der 158. Platz von insgesamt 216 Zieleinläufern ist beachtlich. Sein Enkel Sven (19) schaffte dieselbe Strecke in 20:25 Minuten. Der Sieger Pascal Paintner von der LG Leinfelden-Echterdingen rauschte nach 18:06 Minuten durchs Ziel auf dem Löwen-Markt. Bei den Damen war die in USA lebende Triathletin Angela Axmann die Schnellste (20:49 Minuten). Auch beim Hauptlauf über 11 111 Meter gab es so etwas wie Routine. Denn die Sieger waren dieselben wie im vergangenen Jahr. Rico Loy vom Sport-Klos-Team aus Jettingen war nach 34:41 Minuten kaum außer Atem. „Nein, das Gewinnen hier wird nicht langweilig. Es ist einfach ein schöner Lauf, ich komme gerne hier her“, sagte Loy gelassen, mit einem Becher Zitronentee in der Hand. Dass er fast eine Sekunde länger brauchte als im vergangenen Jahr, war ihm einerlei. „Letztes Jahr waren wir eine Spitzengruppe, die das Tempo gemacht hat. Dieses Mal war ich ganz alleine vorne.“ Schnellste Frau war ebenfalls wie im Vorjahr Jutta Brod vom TV Konstanz in 40:02 Minuten. Anschließend sprinteten die Läufer und die Helfer jeweils nach Hause zum Silvester-Menü. „Man muss sich ja auch stärken“, sagte Rico Loy grinsend.

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