In der Silvesternacht werden die höchsten Feinstaubwerte gemessen. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Vor Rekord-Feinstaubwerten zum Jahreswechsel warnt das Umweltbundesamt: Für Menschen mit Vorerkrankungen wie Asthmatiker könnte das zu gesundheitlichen Problemen führen.

Dessau-Roßlau - Das Umweltbundesamt (UBA) warnt vor Rekord-Feinstaubwerten zum Jahreswechsel. „In der Silvesternacht messen wir die höchsten Feinstaubwerte, die wir im ganzen Jahr feststellen. Da sprechen wir über Werte, die 1.000 Mikrogramm pro Kubikmeter überschreiten können“, sagte UBA-Meteorologin Ute Dauert am Freitag in Dessau-Roßlau der Redaktion der TV-Sender RTL/ntv. Im Jahresmittel würden in Städten etwa 18 Mikrogramm gemessen. Für Menschen mit Vorerkrankungen wie Asthmatiker könnte das zu gesundheitlichen Problemen führen.

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Dauert verwies aber auch auf eine dauerhafte Belastung über das Jahr hinweg, die zu Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauferkrankungen führe. Auch andere Quellen spielten eine Rolle wie Landwirtschaft, Energieerzeugung oder auch Holzbefeuerung im Privaten.

Es sei wünschenswert, dass immer mehr Menschen auf Feuerwerk verzichteten oder es einschränkten, sagte Dauert weiter. Dies trage dazu bei, die Feinstaubbelastung zu senken, Müllberge zu vermeiden und den Energieaufwand zu senken, der für die Herstellung von Feuerwerkskörpern benötigt werde.

Mit Blick auf ein mögliches Feuerwerksverbot sagte Dauert, sie spüre, dass das Brauchtum auf den Prüfstand gestellt werde: „Daher würde ich es nicht ausschließen, dass die gesetzlichen Grundlagen in naher Zukunft geändert werden.“

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