Eine Lärche pflanzten Bezirksvorsteher Rupert Kellermann, Foto: Achim Zweygarth

Den Baum des Jahres 2012, eine Lärche, schenkte der Verschönerungsverein der Stadt, um diesen in der Silberburganlage einzupflanzen.

S-Süd - Eine weite Reise musste sie hinter sich bringen, bevor sie in ihrer neuen Heimat angekommen war. Die sechs Meter hohe Europäische Lärche, die seit Donnerstag in der Silberburganlage im Süden Wurzeln schlägt, wurde von einer Baumschule in Norddeutschland in die Schwabenmetropole gebracht. Nun hat sie am Weg zur Karlshöhe in der Kurve hinter der Villa Gemmingen ihr neues Zuhause gefunden. Gestern war internationaler Tag des Baumes, seit 2003 pflanzt der Verschönerungsverein Stuttgart zu diesem Anlass traditionell einen Baum in der Stadt. Und zwar nicht irgendeinen, sondern den Baum des Jahres. Das ist 2012 die Lärche.

„Unsere Baumpflanzungen haben natürlich keinen substanziellen Anteil an den über 1 000 Pflanzungen, die jährlich in Stuttgart gemacht werden“, sagte Erhard Bruckmann, Vorsitzender des Verschönerungsvereins beim Pflanzakt. „Es geht uns mehr um die Symbolwirkung und das bürgerschaftliche Engagement.“

„Ein Gewinn für die Silberburganlage“

Auch Rupert Kellermann war vor Ort, um eine letzte Schaufel Pflanzerde an den Stamm des neuen Parkbewohners zu schütten. Der Bezirksvorsteher von Süd freute sich vor allem über die Wahl des Baumes. „Die Lärche ist mein Lieblingsbaum“, verriet Kellermann. „Die wunderbaren Farben, die die Lärche im Herbst annimmt, muss man in sich speichern, dann reicht es wieder bis zum nächsten Herbst.“ Lärchen sind nur im Sommer grün, im Herbst verfärben sie sich und werfen vor dem Winter ihre Nadeln ab.

Viele lobende Worte fand Volker Schirner, der Leiter des städtischen Garten-, Friedhofs- und Forstamtes. „Ich freue mich, mit Ihrer Spende in unserem Park einen neuen Baum pflanzen zu können“, sagte Schirner zu den anwesenden Mitgliedern des Verschönerungsvereins. „Ich bedanke mich und möchte gerne mit Ihnen auf diesem Weg weitermachen.“ Auch für die Silberburganlage sei die neue Lärche ein Gewinn. „Dieser Park sah lange nicht so aus, wie er aussehen sollte“, so der Amtsleiter. „Jetzt nähern wir uns immer mehr dem Idealbild.“

Die Lärche selbst scheint ihre lange Reise gut überstanden zu haben. Das zwölf Jahre alte Gewächs strahlt in saftigem Grün, keinerlei Zeichen von Erschöpfung oder Transportschäden. 20 Meter kann der Baum hoch werden, bis das aber soweit ist, werden sicher noch einige Jahre vergehen.

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