Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (zweiter von links) war beim Abschieds-Appell der Bundeswehr in Sigmaringen auch dabei. Foto: dpa

Die Bundeswehr hat sich am Donnerstagabend mit einem Appell aus Sigmaringen verabschiedet. Ministerpräsident Winfried Kretschmann kam auch zu dem Festakt, an dem mehr als 400 Soldaten teilnahmen. Später am Abend stand ein Großer Zapfenstreich auf dem Programm.

Die Bundeswehr hat sich am Donnerstagabend mit einem Appell aus Sigmaringen verabschiedet. Ministerpräsident Winfried Kretschmann kam auch zu dem Festakt, an dem mehr als 400 Soldaten teilnahmen. Später am Abend stand ein Großer Zapfenstreich auf dem Programm.

Sigmaringen - Mit einem Appell hat sich die Bundeswehr aus Sigmaringen verabschiedet. Zu dem Festakt kam am Donnerstagabend auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). „Auch wenn es mir noch schwerfällt, mir Sigmaringen ohne Bundeswehr vorzustellen, müssen wir nun mit vereinten Kräften neue Wege für die Zukunft der Stadt Sigmaringen finden“, sagte er beim Abschiedsappell. Der baden-württembergische Landesvater hatte selbst in Sigmaringen bei der Flugabwehr gedient.

Später am Abend stand ein Großer Zapfenstreich auf dem Programm. An dem Festakt nahmen mehr als 400 Soldaten aller Truppenteile und Dienststellen des Standorts teil. Der Große Zapfenstreich ist das höchste militärische Zeremoniell der Bundeswehr. Er markiert das Ende Sigmaringens als Garnisonsstadt.

Der Standort wird im Zuge der Bundeswehrreform komplett aufgelöst. Bis Ende 2015 sollen nach und nach alle Soldaten aus der Graf-Stauffenberg-Kaserne abgezogen und an andere Standorte versetzt worden sein, wie Presseoffizier Alexander May sagte. Vor der Reform 2011 waren rund 1860 Dienststellen in Sigmaringen besetzt, mittlerweile sind es noch rund 600.

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