Claudia Emmanuela Santoso bei der "The Voice of Germany"-Tour im Dezember 2019. Foto: imago images/Future Image

Das Finale von "The Voice of Germany" steigt am kommenden Sonntag. Vor einem Jahr siegte Claudia Emmanuela Santoso bei der Musikshow. Im Interview verrät sie jetzt, wie es danach für sie weiterging.

Am kommenden Sonntag (20. Dezember) steigt das Finale von "The Voice of Germany" (ab 20:15 Uhr live in Sat.1 und auf Joyn). Claudia Emmanuela Santoso (20, "Goodbye") hat im vergangenen Jahr die Musikshow gewonnen. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news blickt sie auf ihre intensive "The Voice"-Zeit zurück. Sie verrät unter anderem, wie es nach dem TV-Format für sie weiterging und welchen musikalischen Traum sie verfolgt.

Wie blicken Sie auf die Zeit bei "The Voice of Germany" zurück?

Claudia Emmanuela Santoso: "The Voice" war eine unfassbar intensive und schöne Zeit für mich. Zu sehen, dass ich mit meinem Gesang und auch meinem ersten eigenen Song "Goodbye" so viele Menschen berühren kann, bedeutet mir unglaublich viel. Die Show stellt für mich den Beginn und das Sprungbrett meiner Karriere dar.

Welcher Moment ist Ihnen am meisten in Erinnerung geblieben?

Santoso: Es gibt mehrere Momente: die Blind Audition, die Liveshows und die Deutschland-Tour. Bei der Blind Audition kannte ich niemanden, die Leute kannten mich ebenfalls nicht. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, dass ich diese Menschen berühren konnte. Bei den Liveshows war die Anspannung größer, weil die Show komplett live war und nicht nachproduziert wurde. Meine Familie war jedoch vor Ort und gab mir den notwendigen Halt. Bei der Deutschland-Tour erinnere ich mich einfach an alles: die Atmosphäre, die Menschen sowohl im Publikum als auch auf der Bühne, das Schlafen im Bus.

Was haben Sie aus der Show mitgenommen?

Santoso: Aus musikalischer Sicht habe ich viele neue Gesangstechniken gelernt, die ich vorher nur unbewusst verwendet habe. Ich habe schon mit vielen anderen professionellen Musikern und Sängern gearbeitet. Bei "The Voice" habe ich aber zum ersten Mal mit und von Profis aus anderen Branchen wie TV und Musikbusiness gearbeitet und gelernt. Da konnte ich unglaublich viel mitnehmen.

Wie ging es für Sie nach Ihrem Sieg weiter?

Santoso: Der Erfolg der Show, mein Sieg und die Erfahrung waren natürlich überwältigend. Danach habe ich mich dennoch erst darauf konzentriert, hier in Deutschland mein Abitur zu machen. Diesen Sommer habe ich dann wieder angefangen, mich auf die Musik zu konzentrieren, um im nächsten Jahr meine ersten Songs zu veröffentlichen.

Haben Sie noch Kontakt zu Kandidaten oder Ihrem damaligen Coach Alice Merton?

Santoso: Kontakt zu Kandidaten hatte ich viel, da daraus viele Freundschaften entstanden sind, zum Beispiel mit Mariel Kirschall. Mit ihr schreibe und telefoniere ich viel. Wenn es die aktuelle Zeit erlaubt, treffen wir uns auch regelmäßig. Alice ist natürlich sehr beschäftigt und viel unterwegs. Trotzdem fragt sie immer wieder nach und wir schreiben ab und zu. Vielleicht können wir uns im nächsten Jahr mal wieder treffen.

Welche musikalischen Pläne verfolgen Sie?

Santoso: Ich möchte meine eigene Musik veröffentlichen und Livekonzerte geben. Darüber hinaus kann ich mir gut vorstellen auch mit anderen Künstlern zusammenzuarbeiten. Derzeit laufen viele Vorbereitungen, ich befinde mich in einer intensiven Songwritingphase. Ein Album wäre ein Traum für mich.

Welchen Eindruck haben Sie von der diesjährigen Jubiläumsstaffel?

Santoso: Schade ist natürlich, dass nicht so viel Publikum dabei ist. Gerade für die Liveshows und bei den Blind Auditions ist der Support vor Ort so wichtig. Aber ich habe das Gefühl, alle machen das Beste aus der Zeit. Es sind super talentierte, einzigartige Menschen in der Show, mit verschiedenen Eigenschaften und Stilistiken. Ich kenne einige von ihnen und vote fleißig für alle.

Welchen Rat würden Sie dem Gewinner von 2020 mit auf den Weg geben?

Santoso: Genieße den Moment, nutze die Gelegenheit, um Dinge zu machen, die dir Spaß machen, wie Musik machen, Songs schreiben und neue Leute kennenzulernen. Unterstützt euch gegenseitig. Keinem hat es je geschadet, jemand anderen zu supporten.