Die Sicherheit an Silvester soll durch eine zentrale Veranstaltung auf dem Schlossplatz verbessert werden. Foto: Lichtgut

Der Schlossplatz soll an Silvester weiträumig abgesperrt werden. Ein organisiertes Feuerwerk ist geplant – wildes Böllern soll auf dem Festgelände im Herzen der Stadt nicht erlaubt sein.

Stuttgart - Der Zutritt zum Schlossplatz soll an Silvester nur mit Eintrittskarte und ohne eigene Raketen oder Feuerwerkskörper erlaubt werden. Die Landeshauptstadt arbeitet nach Informationen unserer Zeitung an Plänen für ein zentrales Silvesterfest auf dem Schlossplatz. Hintergrund der Überlegungen sind neben der Chance, die Stadt als Veranstaltungsort zu vermarkten, auch Überlegungen zum Thema Sicherheit.

Die Pläne, die unserer Zeitung vorliegen, sehen vor, dass die Absperrungen in beide Richtungen weit in die Königstraße hineinreichen sollen. Auch Teile von Karls- und Schillerplatz sowie der Kleine Schlossplatz wären Teil des abgesperrten Bereichs. Der Grund für die weiträumige Abgrenzung des Festgeländes: Es soll vermieden werden, dass von außen mit Raketen oder Böllern auf die Menge geschossen werden kann. Das Zünden von Feuerwerkskörpern auf dem Festgelände selbst soll untersagt werden.

Sicherheitskreise betonen, man habe in Stuttgart zwar nie Zustände wie in Köln ­gehabt, wolle derartige Probleme jedoch von vornherein vermeiden. Dort war es zum ­Jahreswechsel 2015 auf 2016 zu einer Vielzahl sexueller Übergriffe gekommen.

Ziel der Verantwortlichen in Stuttgart ist es nach eigenem Bekunden, es allen Bürgern – von Senioren bis zu Familien – wieder zu ermöglichen, auf dem zentralen Platz der Stadt ohne Angst ins neue Jahr reinzufeiern. Das sei in den vergangenen Jahren kaum noch möglich gewesen, heißt es hinter vorgehaltener Hand. Cityinitiative, Verwaltung sowie Polizei und Feuerwehr wollen nach den Sommerferien die endgültige Entscheidung für die geplante Veranstaltung treffen. Auch die Frage der Finanzierung scheint fast geklärt. Aus dem Rathaus heißt es, die Verwaltung wolle sich nicht sperren.

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