Weiter geht es mit Musicals in Stuttgart mit „Anastasia“: Die Hauptdarstellerin wurde bereits präsentiert Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Der amerikanische Medien-Großkonzern Advance Publications übernimmt Stage Entertainment. Doch was heißt das für die Beschäftigten?

Stuttgart - Die Beschäftigten bei Stage Entertainment mit den beiden Musical-Bühnen im Möhringer SI-Centrum können nach der vollständigen Übernahme durch den amerikanischen Konzern Advance Publications erst einmal aufatmen.

Wachstum und langfristige Investitionen

„Die Schlagworte der ersten Stellungnahme des neuen Investors waren Wachstum, langfristige Investitionen, Stärkung von Kreativität und Markterweiterung“, so der Sprecher Stephan Jaekel von der Stage-Konzernzentrale in Hamburg, „die Arbeit des Gründers und Inhabers Joop van den Ende von Stage Entertainment wird sehr geschätzt. Mit 76 Jahren ist van den Ende jetzt sehr zuversichtlich, eine langfristige und gute Lösung für den Konzern und die Mitarbeiter gefunden zu haben.“

Das bedeutet ebenso eine gute Zukunft für den Musical-Standort Stuttgart: „Es ist in Stuttgart immer besser, zwei Theater zu bespielen, als darauf zu setzen, in nur einem Haus den großen Erfolg zu bekommen“, so Jaekel. Letztlich hätten auch Experten nie die Gewissheit, ob ein Stück nun sehr gut angenommen werde vom Publikum oder nicht. Jaekel: „Bezüglich der Publikumsresonanz kommen wir mit unserem Standort Stuttgart zwar nicht sonderlich weit über die Landesgrenzen von Baden-Württemberg hinaus, aber die Erfahrung zeigt: Das Interesse ist sehr groß an zwei sehr gut gemachten Shows in Stuttgart. Warum sollte man also eines der beiden Stuttgarter Häuser schließen?“

Unterschiedliches auf beiden Straßenseiten

Allerdings macht Jaekel auch klar: „An einem dritten Theater sind wir in Stuttgart nicht interessiert. Es ist toll, dass es die beiden gibt, die befruchten sich gegenseitig und wir bemühen uns darum, Unterschiedliches zu bieten auf den beiden Straßenseiten.“ Was Jaekel noch freut: „Advance Publications ist eine inhaber- und familiengeführte Firma, kein Investitionsfonds. Natürlich wollen die auch Gewinn machen, aber sie achten dabei auch auf Inhalte. Und das ist ja unser Kerngeschäft: Wir wollen gutes Musicaltheater machen mit den weltbesten Komponisten und Autoren als Garanten für Qualität. Das wurde uns allen als Ursprungsidee von Stage Entertainment eingepflanzt, das hören wir jetzt wieder von amerikanischer Seite“.

Über den Übernahmepreis wurde Stillschweigen vereinbart, jetzt sind die Kartellbehörden dran. Zwischen Oktober und Dezember werden diese wohl grünes Licht geben für die Übernahme

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