Glückliche Paare: Dank eines Sondergesetzes dürfen sie in Washington trotz geschlossener Standesämter heiraten. Foto: AFP

Ein Sondergesetz namens „Love“ ermöglicht es Paaren, auch in Zeiten eines „Shutdowns“ in Washington zu heiraten. Seit drei Wochen sind die Standesämter aufgrund der Haushaltssperre geschlossen – doch nun springen andere Beamte für die Eheschließungen ein.

Washington - Wahre Liebe überwindet alle Hindernisse - selbst den „Shutdown“ in den USA. Da die mit Bundesmitteln finanzierten Standesämter in der Hauptstadt Washington aufgrund der Haushaltssperre seit drei Wochen dicht sind, dürfen nun ausnahmsweise auch Beamte der Stadtverwaltung Eheschließungen vornehmen.

Die Bürgermeisterin von Washington, Muriel Bowser, unterzeichnete am Freitag eine entsprechende Anordnung. Die Abkürzung für die 90 Tage gültige Sonderregelung lautet: „Love“. „Sie können die amerikanische Regierung schließen, aber sie können nicht die Liebe im Distrikt Columbia auslöschen“, sagte Stadtrat Brandon Todd bei der Vorstellung des Textes. Die Sonderregelung wollten am Samstag unter anderen Sam Bockenhauer und Claire O’Rourke nutzen. Sie hatten bereits befürchtet, ihre Hochzeitsparty feiern zu müssen, ohne zuvor geheiratet zu haben, sagte O’Rourke der Nachrichtenagentur AFP.

Verfügung der Bürgermeisterin kam für manche zu spät

Für andere kam die Verfügung der Bürgermeisterin zu spät. Dan Pollock und Danielle Geanacopoulos standen kurz nach Weihnachten vor den verschlossenen Türen des Standesamts - zwei Tage vor der geplanten Hochzeit. Da waren Familie und Freunde schon auf dem Weg, und so entschloss sich das Paar laut Geanacopoulos, ohne Ja-Wort dennoch zu feiern. „Der Rest konnte warten.“ Immerhin können die beiden die formelle Eheschließung nun nachholen.

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