Mario Estasi wird Leiter Lizenzmannschaft und Scouting bei den Spatzen. Foto: Pressefoto Baumann

Nach Kapitän Marco Kehl-Gomez verlässt mit Mario Estasi ein weiterer Protagonist den SGV Freiberg, der damit zwei wichtige Positionen neu besetzen muss.

Der SSV Freiberg muss sich auf die Suche nach einem neuen sportlichen Leiter machen, denn Mario Estasi wird seinen Vertrag nicht verlängern und wurde vom Drittliga-Absteiger SSV Ulm als Leiter Lizenzmannschaft und Scouting verpflichtet. „Ich bin immer mit dem Herzen und vollem Einsatz beim SGV Freiberg gewesen, aber es ist auch sehr reizvoll, eine solche Aufgabe bei einem Traditionsverein wie dem SSV Ulm zu übernehmen“, sagt Estasi zu seinem überraschenden Wechsel.

 

Mario Estasi hat in den vergangenen beiden Jahren mitgeholfen, aus dem SGV Freiberg eine Spitzenmannschaft der Regionalliga Südwest zu formen. Sein Erfolg blieb in der Szene nicht unbemerkt und prompt folgte ein Angebot, mit dem er sich erst nach der Niederlage der Freiberger im Topspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach beschäftigt hat.

„Manchmal habe ich nur noch funktioniert“

Estasi, der auch noch als Vertriebsingenieur im Maschinenbau tätig ist, hatte in der abgelaufenen Spielzeit viele Themen abzuarbeiten, die gar nicht in seinen eigentlichen Bereich fallen - beispielsweise als Trainer der U19-Mannschaft. „Es war viel und manchmal habe ich nur noch funktioniert“, sagt der 52-Jährige. SGV-Präsident Emir Cercez hätte gerne mit ihm verlängert. Estasi hat sich jetzt für den SSV Ulm entschieden – auch weil die Zuständigkeiten eindeutig abgegrenzt sind. „Meine Aufgabe ist es in erster Linie, gemeinsam mit Murat Isik, dem Trainerteam und allen Mitarbeitenden maximal erfolgreich zu arbeiten, und für Zukunft eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen“, sagt Estasi.

Mario Estasi freut sich auf die Zusammenarbeit mit Ulms Sportdirektor Murat Isik. Foto: Baumann

Für Ulm hat auch gesprochen, dass er schon seit 30 Jahren mit Isik befreundet ist und sich deshalb auf die Zusammenarbeit mit ihm freut. Auch die Spatzen freuen sich auf Estasi. „Er bringt sehr viele Eigenschaften mit, die wir als hervorragende Ergänzung zu Murat Isik sehen. Er hat ein großes Netzwerk, kennt die Regionalliga und auch darüber hinaus den Markt überaus gut“, sagte SSV-Vorstand Robert Holzner.

Wiedersehen in der neuen Saison – als Gegner

Mario Estasi verlässt Freiberg nicht im Groll. Im Gegenteil – in den zwei Jahren habe er viel Wertschätzung erfahren, viel mitgenommen und er berichtet auch von einer herzlichen Verabschiedung seitens des Vorstands. Die Wege trennen sich, aber ein Wiedersehen wird es spätestens dann geben, wenn der SGV Freiberg und der SSV Ulm in der Liga aufeinandertreffen. Damit scheidet nach Kapitän Marco Kehl-Gomez ein weiterer wichtiger Protagonist des Clubs aus. Für beide Positionen wird es nicht leicht sein, einen Nachfolger zu finden.