Beim 35:39 gegen die TSG Friesenheim lassen die Drittliga-Handballerinnen der SG Schozach-Bottwartal zu viele Chancen liegen. Der Trainer verabschiedet sich emotional.
Eine 35:39-Niederlage kassierten die Drittliga-Handballerinnen der SG Schozach-Bottwartal zum Saisonabschluss gegen die TSG Friesenheim. Damit beenden die Beilsteinerinnen die Saison als Achte.
Zunächst gestaltete sich die Begegnung ausgeglichen. In der ersten Hälfte wechselte die Führung mehrfach, ehe sich die Gastgeberinnen erstmals auf drei Tore zum 9:6 absetzten (9.). In der Folgezeit blieben sie jedoch vier Minuten ohne eigenen Torerfolg, sodass die „Eulen“ aus Friesenheim zum 9:9-Ausgleich kamen. Zwar setzten sich die Gastgeberinnen nochmals etwas ab und führten achteinhalb Minuten vor der Pause mit 15:12. Bis zur Halbzeitsirene gelang ihnen dann aber nur noch ein eigener Treffer. Zu viele Würfe landeten neben dem Tor oder wurden von der Torhüterin der Gäste pariert. Da die Friesenheimerinnen ihre Möglichkeiten nun konsequent nutzten, spielten sie sich eine 19:16-Pausenführung heraus.
Nach dem Seitenwechsel verteidigten die Gäste ihre Führung bis zum Schluss. Die SG Schozach-Bottwartal zeigte wiederholt schöne Spielzüge und kam mehrfach bis auf ein Tor heran. In den entscheidenden Situationen verpassten die Gastgeberinnen aber, sich zu belohnen und zumindest zum Ausgleich zu kommen. Zu häufig landeten Bälle beim Gegner oder waren Abschlüsse zu ungenau. Hinzu kam eine starke Defensivleistung der Gäste, die im Umschaltspiel ebenfalls sehr effektiv agierten und ein ums andere Mal nach Tempogegenstößen zum Torerfolg kamen. Meist führten die Gäste mit zwei bis drei Toren.
In der Schlussphase verwarfen die Bottwartalerinnen insgesamt drei Siebenmeter. Auch deshalb reichte es nicht mehr für eine Wende. „Die Niederlage können wir gut verkraften, weil wir wissen, woran es gelegen hat. Wir haben zu viele Würfe vergeben“, sagt der Trainer Michael Walter, der den Verein ebenso verlässt wie mehrere Spielerinnen.
Nach Spielende gab es deshalb eine große Verabschiedung für die scheidenden Spielerinnen und den Trainer. „Beim Abschied in der Kabine hatte ich schon eine Träne im Auge“, gesteht Walter, der sich aber darauf freut, künftig mehr Freizeit zu haben – und vor allem mehr Zeit für seine Kinder zu haben.