Iker Romero jubelt – mit dem Aufstieg verlässt der Coach die SG BBM und konzentriert sich komplett auf die österreichische Nationalmannschaft. Foto: IMAGO/Eibner

SG BBM Bietigheim steigt zum vierten Mal in die Bundesliga auf. Durch den Sieg des TV Hüttenberg gegen den HC Elbflorenz ist den Handballern der Sprung nach oben nicht mehr zu nehmen.

Es ist ein Aufstieg auf dem Sofa. Ohne selbst am Ball zu sein, hat Handball-Zweitligist SG BBM Bietigheim am Freitagabend den Aufstieg in die Handball-Bundesliga geschafft. Durch den 29: 28-Sieg des TV Hüttenberg gegen den Tabellendritten HC Elbflorenz Dresden ist die Mannschaft von Trainer Iker Romero auch rechnerisch nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze in der Abschlusstabelle zu verdrängen.

 

Die SG BBM könnte sich sogar vier Niederlagen in den letzten vier Spielen erlauben. Was die Bietigheimer aber garantiert nicht vorhaben. Schon an diesem Samstag (19.30 Uhr/Murrtal-Arena) wollen sie im Derby beim abgeschlagenen und sieglosen Schlusslicht HC Oppenweiler/Backnang (2:58 Punkte) ihren 25. Saisonsieg landen.

Durch den Sprung in die Bundesliga mit der SG BBM hat Iker Romero geschafft, was er sich erträumt hatte: Der spanische Chefcoach verabschiedet sich mit dem Aufstieg aus Bietigheim und konzentriert sich ab Sommer komplett auf seine Tätigkeit als österreichischer Nationaltrainer.

Linksaußen Till Herrmann spielt kommende Saison mit der SG BBM in der Bundesliga. Foto: IMAGO/wolf-sportfoto

Die Nachfolge hat die SG BBM längst geklärt: Hartmut Mayerhoffer (von 2023 bis April 2024 beim HC Erlangen, davor von 2018 bis November 2022 bei Frisch Auf Göppingen) kehrt zurück. Unter seiner Regie gelangen die beiden Bietigheimer Erstliga-Aufstiege 2014 und 2018. Für den dritten und den vierten sorgte Romero 2024 und 2026. Alle drei bisherigen Bundesliga-Spielzeiten hatten eines gemeinsam: Sie endeten jeweils mit dem sofortigen Abstieg.

Weg von der Fahrstuhlmannschaft

Das Image der Fahrstuhlmannschaft würde die SG BBM in der kommenden Saison liebend gerne ablegen: „Wir werden alles tun, um uns oben festzubeißen“, sagt Geschäftsführer Bastian Spahlinger. Mit jedem Aufstieg habe man dazugelernt, sich weiterentwickelt – sportlich, strukturell, finanziell.

Die Abgänge von Juan de la Pena (Eintracht Hagen) und Tom Wolf (Karriereende) tun weh. Als Zugang steht bisher der tschechische Nationalspieler Jonas Josef (HC Dukla Prag) fest, der bei der EM in drei Spielen 29 Tore erzielte. Mit Till Herrmann und Fynn Nicolaus wurden die Verträge verlängert. Auch Maxim Orlov (Leihgabe der TSV Hannover-Burgdorf) soll gehalten werden. Der Rückraumspieler war auch beim Derbysieg am Samstag mit sieben Toren bester Werfer seines Teams.