Nach den sexuellen Attacken auf Frauen unter anderem am Kölner Hauptbahnhof will das Bundeskriminalamt Strategien erarbeiten. Foto: dpa

Das Bundeskriminalamt (BKA) will sich nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in mehreren deutschen Städten einen Überblick verschaffen und dann Gegenmaßnahmen entwickeln.

Wiesbaden - Nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Städten will sich das Bundeskriminalamt (BKA) einen bundesweiten Überblick verschaffen und Strategien für die Polizei entwickeln. Zunächst sollten Fakten zusammengetragen und ein Lagebild erstellt werden, sagte eine BKA-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Dies solle „so schnell wie möglich“ geschehen, einen festen Zeitrahmen gebe es aber nicht.

Sexuelle Belästigung von Frauen in der Öffentlichkeit durch Gruppen junger Männer sei dem BKA aus einigen arabischen Ländern bekannt. Die Übergriffe reichten von sexueller Belästigung bis zur Vergewaltigung. „Ein vergleichbares Phänomen ist hier bislang nicht bekannt“, teilte das BKA mit.

In Köln hatten sich in der Silvesternacht nach Polizeiangaben kleinere Gruppen aus einer Menge von rund 1000 Männern gelöst, die vor allem Frauen umzingelt, begrapscht und bestohlen haben sollen. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) geht aufgrund von Berichten zahlreicher Opfer und Zeugen davon aus, dass die Täter Nordafrikaner oder auch Menschen aus dem arabischen Raum waren.

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