Sexuelle Belästigung und Hass Twitter will künftig Konten sperren

Von red/AFP 

Twitter will seine Nutzungsbedingungen ändern und gegen sexuelle Belästigung und Hass vorgehen. (Symbolfoto) Foto: AP
Twitter will seine Nutzungsbedingungen ändern und gegen sexuelle Belästigung und Hass vorgehen. (Symbolfoto) Foto: AP

Twitter will stärker gegen sexuelle Belästigung und Hass vorgehen und ändert seine Nutzungsbedingungen. Der Kurzbotschaftendienst sperrt künftig Benutzerkonten von Tätern, auch ohne Hinweise von Betroffenen.

San Francisco - Twitter will seine Nutzungsbedingungen verschärfen, um gegen die Verbreitung von Nacktfotos und gegen sexuelle Belästigung in dem sozialen Netzwerk vorzugehen. Künftig werde Twitter „mit sofortiger und endgültiger Wirkung Konten sperren, die es als die Quelle oder den Ursprung von Mitteilungen identifiziert, die nicht genehmigte Nacktheit zeigen“, erklärte das Unternehmen am Dienstag (Ortszeit).

Der Begriff der „nicht genehmigten Nacktheit“ wird laut Twitter erweitert und umfasst künftig voyeuristische Fotos („creep shots“) sowie Bilder, bei denen Frauen unter den Rock fotografiert wird („upskirt imagery“). „In Anbetracht der Tatsache, dass die abgebildeten Menschen im Allgemeinen nicht von der Existenz der Bilder wissen, werden wir nicht verlangen, dass sich die Zielperson meldet, um die Beiträge zu löschen“, erklärte der Konzern.

Unerwünschte sexuelle Inhalte melden

Man sei sich darüber im Klaren, dass auf Twitter ein ganzer pornografischer Zweig bestehe. Allerdings sei es fast unmöglich, in jedem Fall zu bestimmen, ob die Inhalte mit der Zustimmung der gezeigten Menschen verbreitet würden. Das soziale Netzwerk habe sich daher dazu entschieden, die entsprechenden Beiträge zu löschen, „um die Opfer zu schützen“.

Außerdem will Twitter in Zukunft jedem Nutzer ermöglichen, unerwünschte sexuelle Inhalte zu melden. Die Neuerungen sollen in den kommenden Wochen in Kraft treten. Twitter reagiert damit auf die Beschwerden von Nutzern, die dem Kurzbotschaftendienst vorwarfen, nicht ausreichend gegen strittige Inhalte vorzugehen.

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