Nach Berichten über Sexpartys in Haiti und im Tschad ist die britische Oxfam-Vizechefin Penny Lawrence zurückgetreten. Foto: OXFAM

Sexpartys in Haiti und im Tschad bringen die Hilfsorganisation Oxfam in Bedrängnis. Nun ist die britische Vizechefin Penny Lawrence zurückgetreten.

London - Nach Berichten über Sexpartys in Haiti und im Tschad ist die britische Oxfam-Vizechefin Penny Lawrence zurückgetreten. Sie übernehme die „volle Verantwortung“ für das Verhalten von Mitarbeitern in diesen Ländern, auf das „wir nicht angemessen reagiert haben“. Sie schäme sich, dass dies alles passiert sei, teilte Lawrence am Montag in London mit. Als Lawrence im Jahr 2006 zu Oxfam in Großbritannien stieß, war sie zunächst als internationale Programmdirektorin für Teams in Dutzenden Ländern zuständig.

Sexorgien mit Prostituierten

Oxfam ist ein internationaler Verbund von Hilfs- und Entwicklungsorganisationen. Am Freitag hatte die britische Zeitung „The Times“ berichtet, Oxfam-Mitarbeiter hätten während ihres Einsatzes nach dem Erdbeben in Haiti Sexorgien mit Prostituierten veranstaltet. Am Sonntag schrieb das britische Wochenblatt „The Observer“, im Tschad seien 2006 wiederholt mutmaßliche Prostituierte in das Haus des Oxfam-Teams eingeladen worden.

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