Der Politiker verzichtet auf sein Mandat als Europaabgeordneter. (Symbolbild) Foto: dpa/Arne Immanuel Bänsch

Nach dem überraschenden Verzicht auf sein Mandat als Europaabgeordneter hat der ungarische Politiker Jozsef Szajer aus der Orban-Partei die Teilnahme an einer illegalen Party in Brüssel eingeräumt.

Brüssel - Nach dem überraschenden Verzicht auf sein Mandat als Europaabgeordneter hat der ungarische Politiker Jozsef Szajer die Teilnahme an einer illegalen Party in Brüssel eingeräumt. „Ich war anwesend“, schrieb der 59-Jährige, der Mitglied der ungarischen Regierungspartei Fidesz ist, in einer Stellungnahme vom Dienstag. Belgischen Medien zufolge handelte es sich um eine Sex-Party.

Die Polizei hatte am Freitagabend in einer Wohnung in der Brüsseler Innenstadt trotz Corona-Auflagen rund 20 Menschen angetroffen, wie die Brüsseler Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Es seien auch Drogen gefunden worden. „Ich habe keine Drogen genommen“, teilte Szajer mit. Die Drogen seien nicht seine gewesen.

EU-Mandat am Sonntag überraschend niedergelegt

Mit dem Rücktritt vom Sonntag, der zum neuen Jahr wirksam wird, habe er die politischen und persönlichen Konsequenzen gezogen. Szajer hatte am Sonntag überraschend erklärt, sein EU-Mandat niederzulegen und dies zunächst mit einer zunehmenden seelischen Belastung durch die Tagespolitik begründet. Er ist wie der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban Mitglied der Fidesz-Partei und war zuletzt Leiter der Fidesz-Delegation in der Fraktion der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP), der auch CDU und CSU angehören.

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