Serien-Tüv: The Romanoffs Was taugt die neue Serie des „Mad Men“-Machers?

Von Gunther Reinhardt 

Aschenbrödel trifft auf russischen Adel: Wir haben die erste Episode der Miniserie „The Romanoffs“ gesehen, die vom „Mad Men“-Erfinder Matthew Weiner stammt.

Stuttgart - Unser Schnelltest verrät, ob es sich lohnt, „The Romanoffs“, die neue Serie des „Mad Men“-Schöpfers Matthew Weiner, zu schauen.

Die erste Episode in drei Sätzen In einer Art Aschenbrödel-Märchen spekuliert der Amerikaner Greg (Aaron Eckhart) darauf, das Pariser Apartment seiner Tante Anushka (Marthe Keller) zu erben. Diese vermacht es aber lieber ihrer muslimischen Haushaltshilfe Hajar (Inès Melab). Der Rest ist Liebe.

Was soll das alles? „The Romanoffs“ ist eine Anthologie-Serie: Jede der acht Anderthalb-Stunden-Episoden erzählt eine eigenständige Geschichte. Gemeinsam ist allen Folgen nur, dass es um Menschen geht, die sich als Nachfahren des russischen Adelsgeschlechts Romanow sehen.

Wer steckt dahinter? Matthew Weiner hat als Erfinder der Serie „Mad Men“ TV-Geschichte geschrieben.

Die „Mad Men“-Connection In späteren Episoden gibt es ein Wiedersehen mit Christina Hendricks und John Slattery, die in „Mad Men“ Joan Harris und Roger Sterling spielten.

Der Satz des Tages „Sagen Sie dem Chauffeur, dass er langsamer fahren soll, damit ich ein letztes Mal den Arc de Triomphe sehen kann!“ (Anushka, als sie der Notarztwagen mit Blaulicht in die Klinik bringt)

Der Song des Tages Tom Pettys Lied „Refugee“, das im Vorspann grandios eine Brücke zwischen der Ermordung der Zarenfamilie im Jahr 1918 und der Jetztzeit schlägt.

Bingewatch-Faktor?„The Romanoffs“ ist das Gegenteil einer Bingewatching-Serie: sich für die Serie Zeit zu lassen, zwischen den einzelnen Episoden Pausen einzulegen, lohnt sich.

Gesamtnote 2

Streaming Die ersten beiden Episoden von „The Romanoffs“ (OmU) sind von Freitag, 12. Oktober, an bei Amazon Prime Video verfügbar. Die weiteren folgen wöchentlich.

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