Auch ein vegetarischer Burger mit Kichererbsenbratling ist im Angebot. Foto: factum/Granville

Im Burger House kommt viel Handgemachtes auf den Tisch – vom Brötchen bis zu den Soßen. Das Fleisch zwischen den Brötchenhälften stammt von bayrischen Weiderindern.

Ludwigsburg - Von außen wirkt das Burger House, das vor einigen Wochen in Ludwigsburg eröffnet hat, wie viele dieser Restaurants – amerikanisch. Auch Innen erinnert es mit viel Holz, Leder und Bildern mit Retromotiven an der Wand an den wilden Westen. Was auf den Teller kommt, ist alles andere als Fast-Food. Die Brötchen etwa sind nach eigenem Rezept selbst gebacken, ohne süß-fettigen Geschmack. „Auch die Soßen machen wir selbst“, sagt der Restaurant-Chef Thomas Zournatzis. Was genau darin ist, verrät nicht. Doch Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker lasse er weg.

Was im Fleisch steckt, sagt er aber gerne: 100 Prozent Rindfleisch von kontrollierten Bauern aus Bayern, die ihre Tiere nicht in Masse züchten und auf Wiesen in den Alpen weiden lassen würden. Das macht die Burger etwas teurer, sie sind aber vor allem zur Mittagszeit nicht zu kostspielig: 8,99 Euro kostet das üppige Menü mit Pommes und Softdrink. Zwischen 11.30 und 17 Uhr stehen Mittagsmenüs mit Cheese-, Chicken-, Pulled Pork-, oder Veggie-Burger auf der Karte. Das Hähnchen stammt aus der Region, das Schweinefleisch kommt auch aus Bayern. Allergiker dürfen gerne ihre eigenen Brötchen mitbringen und belegen lassen.

Burger House-Gründer will das amerikanische Fast-Food gesünder machen

Die Idee zum Burger House hatte Nicolas Hegewisch, der Gründer der Restaurantkette aus München. Er hatte in New York gelernt, wie Burger traditionell hergestellt werden – und kam auf die Idee, dass das amerikanische Fast-Food in einer gesunden Variante mit weniger Fett und vielen frischen Zutaten in Deutschland ankommen könnte.

Mit seiner Frau Patricia, die schon zuvor als Restaurant-Managerin gearbeitet hatte, eröffnete er seinen ersten Burger-Laden 2011 in München. Mit dem Konzept hatte das Paar Erfolg. Inzwischen gibt es 13 ihrer Restaurants in Deutschland – und sogar eines in Kuwait. „Mit unserem Laden in Stuttgart gehörten wir zu den ersten Franchise-Unternehmen“, sagt Thomas Zournatzis. Die Burger-House-Geschichte des ehemaligen Modeverkäufers hat dort begonnen. Sein Schwiegervater in spe ist der in Stuttgart bekannte Gastronom Andreas Efstathiou, der viele Jahre lang die Vereinsgaststätte Rot-Weiß des VfB geführt hat. Er hat das Burger House in der Stuttgarter Büchsenstraße 2014 eröffnet. Von Anfang sei es sehr gut gelaufen. So kam die Familie auf die Idee, noch ein Restaurant in Ludwigsburg zu etablieren, das nun Efstathious Tochter Despina und ihr Verlobter leiten.

„Von meinem Schwiegervater und von meiner Mutter habe ich alles gelernt, was ich brauche“, sagt der frischgebackene Restaurantchef. Die Mutter des gebürtigen Griechen hat einst in Sterne-Küchen auf Kreta gearbeitet. „Dort bin ich aufgewachsen, und von ihr habe ich das Kochen gelernt“, erzählt er. Sie habe immer gesagt: „Wenn du was machst, dann mach’ es mit Liebe.“ Das tue er nun auch hier.

Von No-Carb bis dreifach Speck und Käse

Dass zwei Restaurants und eine Bar an derselben Stelle in der Mathildenstraße in relativ kurzer Zeit Pleite gegangen sind, macht ihm keine Angst. „Schon in den ersten vier Wochen ist unser Konzept gut angekommen“, sagt er. „Wir haben hier ein besonderes Publikum. Viele kommen, weil sie uns zuvor im Internet gefunden haben und sich bewusst ernähren wollen.“

Für alle, die auf Kohlenhydrate-Diät sind, gibt es den No-Carb-Burger – also ohne Brötchen und Pommes. Aber auch, wer es klassisch heiß und fettig mag, kommt hier nicht zu kurz und nimmt zum Beispiel den Uneccessary-Burger mit dreifach Speck und Käse. „Also den Burger, den eigentlich keiner braucht, aber der verdammt gut schmeckt“, sagt Zournatzis. Bei seinem Angebot à la carte bleibt er übrigens auch zur Mittagszeit schwabenfreundlich: Ein Softgetränk gibt es dann gratis dazu.

Öffnungszeiten

Das Burger House hat geöffnet montags bis donnerstags 11.30 bis 22.30 Uhr. Freitag: 11.30 bis 23 Uhr. Samstag: 12 Uhr bis Mitternacht, Sonntag: 13 bis 22 Uhr. Mittagsmenüs gibt es zwischen 11.30 und 17 Uhr. Das Restaurant ist in der Mathildenstraße 15 in Ludwigsburg.

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