Saša Trifunovic ist Hausmeister mit Leidenschaft. Foto: Wiebke Wetschera

Mehr als nur Professoren: An den Universitäten von Vaihingen und Hohenheim gibt es unzählige Berufe. Die Hausmeister in den Studentenwohnheimen am Pfaffenwaldring in Stuttgart-Vaihingen lösen so gut wie jedes Problem.

Vaihingen - Rund 25 Gebäude mit insgesamt 600 Zimmern voller Studenten betreut Hausmeister Saša Trifunovic gemeinsam mit seinen Kollegen. Täglich stellen sie die Ordnung in den Studentenwohnheimen am Pfaffenwaldring sicher und lösen alle anfallenden Probleme. „Zu Beginn des Tages laufen wir draußen herum und suchen nach Schäden“, sagt Trifunovic. „Außerdem machen wir das Gelände sauber und kümmern uns um die Grünanlagen.“ Vor allem aber helfen sie den Studenten bei anfallenden Problemen in den Wohnheimen.

Über das Mieterportal der Wohnheime können die Studenten Schäden melden oder direkt im Büro der Hausmeister vorbei schauen. „Kleinere Reparaturen, die außerhalb der Zimmer machbar sind, machen wir alle selber“, sagt der 34-Jährige. Meist müssten Lampen ausgetauscht werden, Kühlschränke würden nicht funktionieren oder Duschköpfe seien kaputt. Je nach erlerntem Beruf können die Hausmeister auch mal größere Reparaturen übernehmen. Trifunovic ist Gas- und Wasserinstallateur und kann deshalb Reparaturen dieser Art oft selbst erledigen. „Sonst weisen wir externe Elektriker ein und bleiben dabei, bis die Reparaturen fertig sind“, sagt Trifunovic. Um die Zimmer der Studenten zu betreten, brauchen die Hausmeister die Genehmigung der Bewohner.

Sechs Jahre voller Erlebnisse

Etwa 40 Anfragen bekommen Trifunovic und seine zwei Kollegen täglich. „Am meisten zu tun gibt es aber immer zum Semesterende“, sagt Trifunovic. „Dann nehmen wir die Zimmer ab, schauen ob es Schäden gibt oder ob neu gestrichen werden muss.“ Die Räume der Studenten sind alle möbliert. Pro Stockwerk gibt es zwölf bis 14 Zimmer, deren Bewohner sich eine Küche und zwei Badezimmer teilen. Bei den Apartments gibt es zusätzlich noch eine Küchenzeile sowie ein kleines WC. „Im Großen und Ganzen sind die Zimmer immer zu 100 Prozent ausgebucht“, sagt Trifunovic.

Seit 2011 arbeitet er als Hausmeister am Pfaffenwaldring. In der täglichen Arbeit in den Wohnheimen hat er schon einiges erlebt. „Ein Mal hat ein Student gemeinsam mit seinem Fahrrad geduscht“, sagt der Hausmeister. Er habe sich gewundert, weshalb so ein Lärm aus der Dusche käme, als er gerade im Flur der Wohnung gewesen sei. „Und dann ist der Student mit seinem Fahrrad aus der Dusche gekommen“, sagt Trifunovic. Geschichten wie diese sind ein Grund, weshalb der Hausmeister viel Freude an seinem Job hat. „Man lacht viel über solche Sachen“, sagt Trifunovic. Auch als zu Weihnachten der Baum auf dem Gelände des Wohnheims mit Toastern und Kaffeemaschinen geschmückt wurde, hatten die Hausmeister ihren Spaß. „Natürlich regt man sich ein bisschen auf, weil man dafür sorgen muss, dass das wegkommt. Aber trotzdem muss man darüber schmunzeln“, sagt Trifunovic.

Feiern ist erlaubt

Für den Hausmeister ist es wichtig, dass die jungen Menschen bei Problemen aller Art an ihn zukommen können. „Die Studenten merken auch, dass wir ihnen versuchen zu helfen“, sagt Trifunovic. Seine Hausmeisterkollegen und er drücken sogar bei Partys mal ein Auge zu. Es gibt nur eine Regel: Bis zehn Uhr am kommenden Tag muss alles aufgeräumt sein.

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