Die Knochen der Elefantenkuh sollen von Doktoranden untersucht und im Forschungsmuseum restauriert werden. Foto: dpa/Julian Stratenschulte

In Schöningen haben Archäologen ein nahezu vollständiges Skelett eines eurasischen Waldelefanten freigelegt und ihre Erkenntnisse dazu im Forschungsmuseum präsentiert. Die Knochen seien außerordentlich gut erhalten.

Schöningen - Archäologen haben in Schöningen ein nahezu vollständiges Skelett eines eurasischen Waldelefanten freigelegt und ihre Erkenntnisse dazu im Forschungsmuseum präsentiert. Die Knochen seien, wie die meisten Funde aus der altsteinzeitlichen Grabungsstelle, außerordentlich gut erhalten, sagte Grabungsleiter Jordi Serangeli am Dienstag. Er zeigte sich optimistisch, auch den Rest des Tieres zu finden, das ihm zufolge vor 300 000 Jahren in der Umgebung im Kreis Helmstedt starb.

Bedeutender Fundort

Am Fund waren Experten vom Senckenberg-Zentrum für menschliche Evolution und Paläoumwelt der Universität Tübingen in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) beteiligt. Ihre Erkenntnisse veröffentlichen die Wissenschaftler im Fachmagazin „Archäologie in Deutschland“. Für Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) zeigt die Ausgrabung, um welch spannenden und wissenschaftlich bedeutenden Fundort es sich handelt.

Die Knochen der Elefantenkuh sollen von Doktoranden untersucht und im Forschungsmuseum restauriert werden. Besucher können sie dort auch besichtigen. Das Forschungsmuseum Schöningen ging im vergangenen Sommer aus dem vielkritisierten Paläon hervor und steht seitdem unter der Regie des Landesamts für Denkmalpflege.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: