Der Architekt Alexander Lange mit seinem Entwurf. Foto: Funke

Die Anwohner rund ums Seniorenzentrum am Killesberg lehnen Veränderungen ab. Ein Wunsch, der an der Realität vorbei geht.

S-Nord - Ja, die Situation für die Anwohner rund ums DRK-Seniorenzentrum am Killesberg wird sich verändern. Und ja, es ist verständlich, dass die Nachbarschaft mögliche Beeinträchtigungen des Ist-Zustands durch die neue Bebauung befürchtet und sich dagegen zur Wehr setzt.

Andererseits kann niemand ernsthaft davon ausgehen, dass alles bleibt, wie es ist, wie es gar vor 40 Jahren war. Die Welt hat sich gewandelt und wird sich weiter wandeln. Eine Großstadt wie Stuttgart ist davon nicht ausgenommen: Das geplante Stadtquartier am Killesberg kommt dem dringenden Bedarf in Stuttgart nach Pflegeplätzen und nach mehr bezahlbarem Wohnraum entgegen – zumal Bauland in Stuttgart rar ist. Hier steht Gemeinwohl versus Eigenwohl.

Recht haben die Anwohner damit, dass es Kreisverbandschef Frieder Frischling in der Vergangenheit an Transparenz für die DRK-Plänen hat fehlen lassen. Doch scheint er aus dem Fehler gelernt zu haben. Das lässt sein Angebot vermuten, die Anwohner künftig per Mail über die Baufortschritte zu informieren. Alles beim Alten zu belassen, das hieße Chancen zu vertun.

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