Suchen engagierte Mitstreiter: die Seniorenräte Heide Hofmann und Hartmut Lehmann (rechts) sowie der städtische Seniorenreferent Holger Sköries. Foto: Gottfried Stoppel

Die nächste Amtsperiode des Waiblinger Seniorenrats beginnt im April. Kandidaten für das Gremium, das Bürger im Alter von 60 Plus vertritt, können sich bis 14. Dezember bewerben.

Waiblingen - Kaum im Ruhestand, hat Hartmut Lehmann auch schon die nächste Aufgabe bekommen. „Ich bin von Rüdiger Deike geködert worden“, sagt der heutige Vorsitzende des Seniorenrats Waiblingen über seinen Vorgänger. Dass er damals angebissen hat, das hat der 66-Jährige, der sagt, er habe sich „sehr bewusst für die Kandidatur entschieden“, nicht bereut. Und so tritt er auch bei der nächsten Wahl an und wirbt für weitere engagierte Mitstreiter, die kandidieren und etwas bewegen wollen. Zur Wahl Anfang März sind alle Waiblingerinnen und Waiblinger aufgerufen, die mindestens 60 Jahre alt sind.

In diesem Alter und wahlberechtigt sind ungefähr 13 000 Bürger. Die zwölf Mitglieder des Seniorenrats sind also ein Sprachrohr für ungefähr ein Viertel der Waiblinger Bürgerschaft. Barrierefreiheit, die Nutzung neuer Medien, Mobilität, Teilhabe an der Gesellschaft, aber auch Altersarmut und Demenz sind Themen, welche der Seniorenrat aufgreift – sei es in Form eines Sonderhefts, sei es in Form von Vorträgen zur Patientenverfügung, von Tablet- oder Smartphone-Schulungen.

Bewegungsgruppen und ein Sorgentelefon

Immer wichtiger und größer geworden ist das Angebot an Bewegungsgruppen, bei denen nicht nur Fitness, sondern auch die mit den Treffen verbundenen sozialen Kontakte ein wichtiger Aspekt sind. Die Aktivitäten reichen vom Tennisspielen über Rennradtouren bis zum Rollatortanz. Letzteren hat Heide Hofmann, die stellvertretende Vorsitzende, ins Rollen gebracht. „Senioren haben mir immer sehr am Herzen gelegen“, sagt die 69-Jährige, die auch das Sorgentelefon des Stadtseniorenrats betreut und sich mit verschiedenen Anfragen beschäftigt. „Die Themen sind breit gefächert – oft geht es um Wohnungsnot, ich habe aber auch schon für einen Anrufer herausgefunden, wie eine Körperspende funktioniert. Es ist also immer interessant und ich lerne Neues dazu.“

Auch im Seniorenrat tauchen immer wieder neue Gesichter auf. Bei den Wahlen, die alle vier Jahre stattfinden, tauschen sich etwa die Hälfte der zwölf Mitglieder aus, sagt Holger Sköries, der Seniorenreferent der Stadt. „So ergibt sich immer eine gute Mischung aus erfahrenen Mitgliedern und solchen, die neue Ideen einbringen.“

Wobei es auch den bereits Aktiven nicht an Ideen mangelt. „Das Thema Barrierefreiheit müssen wir künftig forcieren“, finden sowohl Heide Hofmann als Hartmut Lehmann, die sich bei städtischen Baumaßnahmen oft mehr Mitspracherecht wünschen würden. Auch einen ehrenamtlicher Fahrdienst, wie er beispielsweise in Kernen existiert, möchten sie gerne auf den Weg bringen: „Das wird ein Thema sein für das nächste gewählte Gremium.“

Wahl zum Seniorenrat

Ablauf:
Bis Anfang März erhalten die rund 13 000 Wahlberechtigten in Waiblingen die Unterlagen zur Wahl, die nur per Brief abläuft. Die Kuverts können kostenlos zurückgeschickt oder bei den Rathäusern abgegeben werden.

Gremium:
Der Seniorenrat Waiblingen besteht aus zwölf Mitgliedern, die für vier Jahre gewählt werden. Bewerber müssen am 1. März 2019 mindestens 60 Jahre alt und Waiblinger Bürger sein. Die Frist für Bewerber endet am 14. Dezember, Bewerbungen sind beim Seniorenreferenten Holger Sköries abzugeben (E-Mail: holger.skoeries@waiblingen.de, Telefonnummer 0 71 51/50 01 23 40).

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