Nicht alle Besucher des SEMF wollten nur tanzen - einige hatten auch Drogen dabei (Archivfoto). Foto: www.7aktuell.de | Daniel Jüptner

Die Polizei zieht nach dem SEMF-Elektro-Festival Bilanz: Insgesamt gab es weniger Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz als noch im vergangenen Jahr.

Leinfelden-Echterdingen - Bei Personen- und Verkehrskontrollen nach dem Stuttgart Electronic Music Fest (SEMF) hat die Polizei am Wochenende unter anderem mehr als 120 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt. Das sind allerdings deutlich weniger als im vergangenen Jahr - da waren es 201.

Die Polizei führt im Umfeld derartiger Veranstaltungen regelmäßig Kontrollen mit dem Ziel durch, den Handel mit illegalen Drogen aufzudecken und das Fahren unter Drogen- und Alkoholeinfluss einzudämmen. Bei diesen Kontrollen wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag die An- und Abfahrtswege zum Messegelände in Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) überwacht und auch Personenkontrollen in den Hallen durchgeführt.

Weniger Verstöße als im Vorjahr

In 123 Fällen gab es etwas zu beanstanden. Gegen zwölf Beschuldigte im Alter von 18 bis 28 Jahren wird wegen des Verdachts auf unerlaubten Drogenhandel ermittelt. Die übrigen Beschuldigten werden wegen illegalen Drogenbesitzes zur Anzeige gebracht. Insgesamt wurden über 500 Ecstasy-Tabletten (im Vorjahr waren es 232), 100 Gramm Amphetamin (im Vorjahr 114 Gramm), etwa 60 Gramm Cannabisprodukte sowie geringe Mengen Kokain und LSD beschlagnahmt. Gegen zwei Beschuldigte wird wegen Widerstands gegen Polizisten ermittelt. Zwei Beamte erlitten Prellungen. Ein Mann muss sich wegen Beleidigung von Polizisten verantworten.

Diebstahl und Körperverletzung

Außerdem kam es im Rahmen der SEMF zu vier Diebstählen und sechs Körperverletzungen. Wegen des Verdachts des Raubes in mehreren Fällen ermittelt derzeit noch die Kriminalpolizei gegen mehrere Tatverdächtige, die bei dem Festival anderen Besuchern jeweils gewaltsam Ketten vom Hals gerissen haben sollen. Zu diesen Straftaten wird noch im Laufe des Montagnachmittags eine separate Pressemitteilung gefertigt und veröffentlicht.

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