Kaum größer als ein fettes Smartphone: Rembrandts Selbstbildnis aus jungen Jahren. Foto: dpa/Aaron Chown

Lange vor dem Smartphone musste man für ein Selfie noch zu Pinsel und Farbtöpfchen greifen. Ein kleines Selbstporträt des jungen Rembrandt ist jetzt für ein steiles Sümmchen weggegangen.

London - Ein Selbstporträt des niederländischen Malers Rembrandt ist für den Rekordpreis von 14,5 Millionen Pfund (rund 16 Millionen Euro) bei einer virtuellen Auktion versteigert worden. Wie das Auktionshaus Sotheby’s am Dienstag weiter mitteilte, wurde das davor letzte Selbstporträt von Rembrandt, das bei einer Auktion angeboten wurde, 2003 für 6,9 Millionen Pfund verkauft. Das am Dienstag verkaufte Gemälde von 1632 habe sechs bietende Kaufinteressenten gehabt. Es ist etwa 22 mal 16 Zentimeter groß.

Das Selbstporträt sei eines von drei von Rembrandt, die noch in Privatbesitz seien und „das einzige, das wahrscheinlich jemals versteigert wird“, teilte Sotheby’s mit. Es wurde von Rembrandt gemalt, als er 26 Jahre alt war.

Auch Werke von Miró und Banksy

Sotheby’s veranstaltete am Dienstag eine live ausgestrahlte weltweite Auktion von 70 Kunstgegenständen, die im Laufe von fünf Jahrhunderten entstanden. Vertreten waren Kunstwerke von Picasso, Joan Miró und Banksy. Ein Triptychon von Banksy mit dem Titel „Mediterranean Sea View“ von 2017 verweist auf Menschen, die während der europäischen Flüchtlingskrise im Meer getötet worden sind. Der Erlös unterstützt ein Krankenhaus in Bethlehem.

Zu den erfolgreichsten Stücken bei der Auktion gehörten „Peinture (Femme au chapeau rouge)“ von Miró aus dem Jahr 1927 und eine Skulptur einer weiblichen Figur von Alberto Giacometti. Die Malerei brachte 22,3 Millionen Pfund ein, die Skulptur 10,7 Millionen.

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