In der somalischen Stadt Baidoa sind bei einem Selbstmordanschlag mehrere Menschen ums Leben gekommen. (Symbolbild) Foto: Adobestock

In der somalischen Stadt Baidoa sind bei einem Selbstmordanschlag mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Anschläge ereigneten sich am Vorabend des ersten Jahrestags eines brutalen Anschlags auf einer belebten Kreuzung in Mogadischu.

Mogadischu - Bei einem doppelten Selbstmordanschlag auf ein beliebtes Restaurant und ein Hotel sind in der somalischen Stadt Baidoa mindestens 19 Menschen getötet worden. Etwa 50 weitere wurden teils schwer verletzt, wie Polizei und der Leiter des örtlichen Krankenhauses am Samstag erklärten.

Die Attentäter, die fast zeitgleich zuschlugen, trugen demnach Sprengstoffwesten. Die islamistische Terrororganisation Al-Shabaab bekannte sich in einer Radiobotschaft zu den Anschlägen in Baidoa. Der Ort liegt rund 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Mogadischu.

Islamisten kämpfen in der Region um Vorherrschaft

Die Anschläge ereigneten sich am Vorabend des ersten Jahrestags eines brutalen Anschlags auf einer belebten Kreuzung in Mogadischu, bei dem mehr als 500 Menschen getötet worden waren. Hinter jener Tat waren ebenfalls die sunnitischen Fundamentalisten der Al-Shabaab vermutet worden.

Die Islamisten kämpfen in dem verarmten Staat am Horn von Afrika um die Vorherrschaft. Eine rund 20 000 Mann starke Friedenstruppe der Afrikanischen Union bemüht sich, die Fundamentalisten in Schranken zu weisen. Zudem fliegt das US-Militär immer wieder Luftangriffe auf führende Al-Shabaab-Kämpfer, etwa am Freitag in der Nähe der Stadt Haradere. Zu möglichen Opfern machte das US-Militär am Samstag zunächst noch keine Angaben.

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