In Mogadischu sind bei einem Selbstmordanschlag mindestens 300 Menschen ums Leben gekommen. Foto: AFP

Es sind Bilder wie aus einem Kriegsgebiet. Der Anschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu hat Hunderte Menschen getötet und verletzt, etliche Gebäude zerstört. Noch immer hat keiner die Tat für sich reklamiert - doch die Regierung hat eine Vermutung.

Mogadischu - Die Zahl der Todesopfer nach dem bislang schwersten Bombenanschlag in Somalia ist auf mehr als 300 gestiegen. Viele Schwerverletzte seien in den vergangenen Stunden gestorben, sagte der Direktor des Ambulanzdienstes Aamin, Abdulkadir Adam, am Montag. Rund 300 weitere Menschen wurden nach Regierungsangaben bei dem Anschlag vom Samstag verletzt, sie erlitten teils schwerste Brandwunden. Es wurde erwartet, dass die Zahl der Toten noch weiter steigen könnte.

Die Bombenexplosion in der Hauptstadt Mogadischu war das schlimmste Einzelattentat, das es jemals in der Nation am Horn von Afrika gab, und das weltweit folgenschwerste der vergangenen Jahre. Die somalische Regierung machte die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz für die Tat verantwortlich. UN-Generalsekretär António Guterres erklärte, er sei angewidert von der blutigen Tat. Er forderte in einem Tweet „Einigkeit im Angesicht des Terrorismus“.

Der türkische Gesundheitsminister Ahmet Demircan ist der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge in Somalia eingetroffen, um die Evakuierung von einigen Verletzten zu koordinieren. Er werde von 33 medizinischen Fachkräften begleitet. Türkische Krankenhäuser hätten sich darauf vorbereitet, etwa 50 Verwundete aufzunehmen. Die Türkei sende auch Such- und Rettungskräfte, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur.

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