Am Freitagnachmittag rückt das SEK an der Lautenschlagerstraße an. (Archivfoto) Foto: 7 aktuell

Ein SEK-Einsatz in einem Stuttgarter Hotel kann für die mutmaßliche Verursacherin, die Rapperin Schwesta Ewa, teuer werden. Die Polizei überprüft, ob sie den Einsatz in Rechnung stellen kann.

Stuttgart - Die Rapperin Schwesta Ewa muss eventuell mit einer Rechnung von der Polizei rechnen. Sie hatte sich im Internet am Wochenende damit gebrüstet, das Anrücken eines Sondereinsatzkommandos der Polizei (SEK) verursacht zu haben. Die Polizei veranlasste den Einsatz, nachdem auf dem Instagram-Profil der 33-Jährigen ein Foto von Waffen ins Netz gestellt worden war. Nun überprüft die Polizei, ob ihr der Einsatz in Rechnung gestellt werden kann. Was das kosten könnte und ob sie bezahlen müsse, das könne man Stand Montag noch nicht sagen. Das hänge davon ab, welche Vorwürfe gegen die Frau erhoben werden und wie viele Beamte wie lange im Einsatz waren, sagte ein Polizeisprecher. Den Namen der Frau bestätigt die Polizei weiterhin nicht offiziell. Im Netz gab sich die Rapperin Schwesta Ewa als Verursacherin zu erkennen. Sie stellte ein Video auf ihre Instagram-Seite, in dem sie von dem Einsatz in ihrem Hotelzimmer an der Lautenschlagerstraße berichtete. Mit der Presse will sie vorerst aber nicht über den Fall sprechen: „Sie gibt aktuell keine Interviews“, heißt es auf Anfrage nur knapp von ihrem Management.

Lesen Sie hier, wie es am Freitagabend zu der Situation gekommen war.

Das Waffenfoto war laut der Polizei wenig später wieder aus dem Netz verschwunden. „Die Waffen sahen schon echt aus“, sagte ein Polizeisprecher über die Aufnahme. Man könne nicht sagen, ob es sich dabei um Aufnahmen von echten Waffen handelte oder um Fotos sogenannter Anscheinwaffen. Letztere können zum Beispiel Softairwaffen oder Gaspistolen sein, die scharfen Schusswaffen so täuschend echt nachempfunden sind, dass man nicht nur auf Fotos Schwierigkeiten hat, den Unterschied zu erkennen. Auch habe im Raum gestanden, dass die Rapperin das Waffenfoto aus dem Netz kopiert haben soll. Im Hotelzimmer wurden laut der Polizei keine Waffen gefunden.

Das Video der Rapperin, in dem sie den SEK-Einsatz beschreibt, ist nicht mehr aufrufbar. Die Rapperin hatte für die Veröffentlichung die Funktion Insta-Story benutzt. Die darin geposteten Beiträge sind nur vorübergehend zu sehen, dann verschwinden sie wieder. Am Sonntag stellte Schwesta Ewa dort einen weiteren Beitrag ein, in dem ein Telefongespräch mit ihrer Mutter aufgezeichnet war. „Das geht gar nicht, Du bis 1,50 Meter groß und wiegst 50 Kilo“, sagte darin die besorgte Mama über das Eindringen der SEK-Kräfte ins Hotelzimmer der 33-Jährigen.

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