Eine Zufahrt ist für Autofahrer von der Liederhalle her kommend mit einem Umweg verbunden. Foto: Phillip Weingand

Im März wird die Baugenehmigung erwartet. Die Zu- und Ausfahrt zur Tiefgarage in der Seidenstraße bleibt ein Kompromiss.

S-Mitte - Wenn die Baugenehmigung im März erteilt wird, wie es der Architekt Stefan Willwersch erwartet, kann mit dem ersten Bauabschnitt, dem Bürogebäude entlang der Seidenstraße, begonnen werden. Fünf Stockwerke wird das Gebäude haben, für die unteren drei Stockwerke sei man bereits mit einem Interessenten im Gespräch, so Willwersch.

Das Gebäude soll sich städtebaulich in die Umgebung einfügen. Die Fassade hat großflächige Fensterfronten, ansonsten ist die Wahl auf hellen Klinker gefallen. Um das Gebäude optisch aufzulockern, wird die Fassade verschiedene Elemente aufweisen. Im ersten Stock wird eine Art gläserner Kasten aus der Fassade vorgerückt, das oberste Stockwerk ist zurückversetzt und komplett von einer Terrasse umgeben.

In den beiden Untergeschossen wird eine Tiefgarage mit 200 Stellplätzen gebaut. 80 davon sind für das Bürogebäude reserviert, das an der Seidenstraße zwei Zugänge haben wird. Für die Räume in den ersten drei Stockwerken gibt es einen separaten Eingang über die Breitscheidstraße.

Zufahrt über die Seidenstraße sorgt für Diskussion

Nach reiflichen Überlegungen, wo die Ein- und Ausfahrten zur Tiefgarage liegen können, sind der Architekt und die Verwaltung nun zu einer Lösung gekommen. Um die Breitscheidstraße zu entlasten, die Teil des Schulwegs ist, wird dort nur die Einfahrt für die künftigen Bewohner sein. Deren Ausfahrt sowie die Ein- und Ausfahrt für das Bürogebäude wird an der Seidenstraße sein. „Zudem möchten wir die Breitscheidstraße verkehrsberuhigen“, so Willwersch. Damit solle sich die Verkehrsbelastung nur noch auf die Kreuzung an der Breitscheid- und Silcherstraße reduzieren.

Unter den Bezirksbeiräten, denen Willwersch den Planungsstand präsentierte, sorgte die Zufahrt über die Seidenstraße für Diskussionen. Die Zufahrt ist nämlich für Autofahrer von der Liederhalle her kommend nicht ohne Umweg zu erreichen, da das Queren der Stadtbahngleise an dieser Stelle nicht erlaubt ist. „Die SSB hat uns dies untersagt“, so Willwersch. „Die Autofahrer müssen weiter oben wenden, ob sie das später auch so machen werden, kann ich heute nicht sagen.“ Die Aussicht, dass die Autofahrer künftig verkehrswidrig zur Tiefgarage fahren, begeisterte die Bezirksbeiräte nicht. Doch über die Alternativen wurde in der Vergangenheit lange diskutiert. Die optimale Lösung scheint es nicht zu geben. „Und es gibt auch keine andere Lösung“, sagt Willwersch.

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