Im vergangenen Jahr wurde versucht, die Wasserqualität im Probstsee aktiv zu verbessern. Foto: Stadt Stuttgart

Etwa 500 Kilogramm tote Fische mussten sie vor einem Jahr aus dem Probstsee in Möhringen holen, sagt der Anglerverein. Das Gewässer war gekippt – kein Einzelfall. Wie sieht es diesen Sommer aus?

Die Wasserqualität der Seen auf der Filderebene ist derzeit vergleichsweise gut. Dies geht aus den Antworten auf Anfragen hervor, die unsere Redaktion an die Stadtverwaltungen von Stuttgart und Filderstadt gerichtet hat.

 

Im August vergangenen Jahres war es im Probstsee in Stuttgart-Möhringen zu einem großen Fischsterben gekommen: „Es war wirklich traurig. Wir mussten etwa 500 Kilogramm tote Fische aus dem Wasser holen“, sagte Franco Agostini, der Vorsitzende des Anglervereins Möhringen, vor einem Jahr unserer Zeitung. Inzwischen hat sich die Situation offenbar verbessert: „Aktuell ist der Gewässerzustand des Probstsees gut“, teilt eine Sprecherin der Stadt Stuttgart auf Anfrage unserer Redaktion mit. Witterungsabhängig könne sich die Situation im Probstsee jedoch auch wieder ändern, so die Stadtsprecherin. Deshalb beobachte und kontrolliere das Tiefbauamt den Probstsee weiterhin regelmäßig.

Auch der Bärensee in Filderstadt, in dem es zuletzt im Februar 2017 ein großes Fischsterben gegeben hatte, sei „nicht wieder gekippt“, wie eine Umweltschutz-Beauftragte der Stadt erklärt. Im kommenden Herbst solle wie geplant eine Entschlammung des Sees bei Plattenhardt mittels einer sogenannten Saugbaggerung erfolgen. Dabei würden schwimmende Bagger zum Einsatz kommen. Das aufbereitete Wasser würde anschließend wieder in den See geleitet werden, so die Umweltschutzbeauftragte.