Einsatzhundertschaften haben in den letzten Monaten zahlreiche Gewässer und Waldstücke in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg nach der Vermissten abgesucht. (Symbolfoto) Foto: Leserfotograf Emqi

Im April verschwindet in Solingen eine sechsfache 35-jährige Mutter spurlos aus ihrer Wohnung. Unter Verdacht steht ihr Schwager, er sitzt in Untersuchungshaft. Nun suchen Spezialisten ihre Leiche in einem Wald im Norden Baden-Württembergs.

Wuppertal - Ermittler wollen die Leiche einer vermutlich ermordeten sechsfachen Mutter aus Solingen in Baden-Württemberg aufspüren. Das berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Wuppertal. Die 35-jährige Irakerin war im April aus ihrer Wohnung in Solingen verschwunden. Unter Mordverdacht steht ihr Schwager, ein 24-jähriger Kioskbesitzer aus Düsseldorf.

Nun kommen Spezialisten des Bundeskriminalamtes zum Einsatz: Beamte der Tatortgruppe „Forensische Archäologie“ sollen ein Waldgebiet im Norden Baden-Württembergs untersuchen. Durch die Analyse von Bodenstrukturen wollen die Ermittler doch noch die Leiche der Frau finden.

Schwager sitzt in Untersuchungshaft

Der Schwager der vermutlich getöteten Frau wurde mit internationalem Haftbefehl gesucht, in Kroatien festgenommen und ist inzwischen den deutschen Behörden übergeben worden. Seither sitzt er in Untersuchungshaft.

Die Frau hatte sich von ihrem Ehemann getrennt und war danach scheinbar spurlos verschwunden. Bei der Tat soll es sich um einen Racheakt der Familie des Ehemannes handeln.

In den vergangenen Monaten suchte die Polizei mit Hilfe von Einsatzhundertschaften, Polizeitauchern und der Fliegerstaffel zahlreiche Gewässer und Waldstücke in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ab. Nach Hinweisen auf einen weißen Kleintransporter war auch im Stadtwald von Hilden bei Düsseldorf nach der Leiche gesucht worden.

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