Die Kapitänin Carola Rackete bei ihrer Festnahme im Hafen von Lampedusa. Foto: AFP

Die Festnahme der Kapitänin Carola Rackete nach dem Anlegen des Schiffs Sea Watch 3 in Lampedusa hat bei deutschen Politikern und auf Twitter für empörte Reaktionen gesorgt. Wir haben einige gesammelt.

Berlin/Lampedusa - Grünen-Chef Robert Habeck hat das Vorgehen der italienischen Behörden gegen das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch scharf kritisiert. „Die Verhaftung von Kapitänin (Carola) Rackete zeigt die Ruchlosigkeit der italienischen Regierung und offenbart das Dilemma der europäischen Flüchtlingspolitik“, sagte Habeck dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Sonntag).

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Das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ hatte in der Nacht zum Samstag nach mehr als zwei Wochen auf offener See mit 40 Migranten an Bord unerlaubt im Hafen der italienischen Insel Lampedusa angelegt. Die Kapitänin wurde festgenommen, das Schiff beschlagnahmt.

Es sei eine „Sprachverdrehung orwellschen Ausmaßes“, wenn Italiens Innenminister Matteo Salvini Rackete „Unterstützung von Menschenhändlern“ und Piraterie vorwerfe, sagte Habeck. „Der eigentliche Skandal ist das Ertrinken im Mittelmeer, sind die fehlenden legalen Fluchtwege und ein fehlender Verteilmechanismus in Europa.“

Carola Rackete hatte in der Nacht zum Samstag über ein von Sea Watch verbreitetes Video angekündigt, mit dem Schiff Sea Watch 3 in Lampedusa anlegen zu wollen.

Auch andere Politiker haben die Festnahme Racketes verurteilt. Wir haben diese und weitere Reaktionen auf Twitter gesammelt.

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