Die Gesundheitsgefahr lauert im Sprühwasser beim Duschen. Foto: Gottfried Stoppel (Symbolbild)

Das Leo-Vetter-Bad muss vorerst geschlossen bleiben, da dort Legionellen festgestellt wurden. Diese Bakterien können schwere Krankheiten verursachen. Bis zur Wiedereröffnung kann es dauern.

Stuttgart - Das Leo-Vetter-Bad bleibt vorerst geschlossen. Mitarbeiter des Gesundheitsamts schlugen Alarm, da sie einen Legionellenbefall festgestellthatten. Die Duschen des Hallenbades in Stuttgart-Ost wurden sofort gesperrt. Das war am Freitag. Gleich am Freitagnachmittag begann die Bekämpfung: Die Duschen wurden thermisch desinfiziert, danach nahmen die Fachleute neue Proben. Am Montag wiederholten sei dieses Vorgehen.

Bei den Badegästen ist nun Geduld gefragt: Die Ergebnisse der Messungen vom Montag liegen frühestens in sieben bis zehn Tagen vor, meldet die Pressestelle der Stadt Stuttgart. Bevor nicht feststeht, dass die Bakterien völlig bekämpft sind, darf das bad nicht genutzt werden. Aktuell geht man beim Bäderamt der Stadt davon aus, dass das Leo-Vetter-Bad mindestens bis zum kommenden Montag, 15. Oktober, nicht öffnen kann.

Die Bakterien verursachen die sogenannte Legionärskrankheit

Legionellen sind Bakterien und verursachen die sogenannte Legionärskrankheit, eine schwere Atemwegserkrankung. Diese ist meldepflichtig. Man kann sich nur über die Atemwege anstecken, daher lauert die Gefahr vor allem in Duschen: Hier entsteht Sprühwasser, das in die Atemwege gelangen kann. Beim Zähneputzen oder Waschen besteht hingegen keine Infektionsgefahr. Die Keime können mit Hitze bekämpft werden, sie sterben bei etwa 60 Grad ab.

Im zurückliegenden Sommer hatte ein Fall im Herrenberger Krankenhaus für Aufsehen gesorgt: Dort mussten im August die Duschen gesperrt werden.

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