En Hubschrauber der Air Zematt im Einsatz am Lagginhorn in den Walliser Alpen in der Schweiz. Foto: dpa

Beim Bergsteigen und Bergwandern sind 2018 in der Schweiz 135 Menschen tödlich verunglückt – ein Anstieg von 30 Prozent gegenüber 2017. Fast ein Fünftel mehr Personen mussten aus einer Notlage gerettet oder geborgen werden.

Bern - In den Schweizer Bergen sind im vergangenen Jahr 207 Menschen beim Bergsteigen, Bergwandern und anderen Aktivitäten tödlich verunglückt oder wegen Herz- und Kreislaufproblemen gestorben. Das sei eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den 154 Toten von 2017, teilte der Schweizer Alpen-Club (SAC) am Mittwoch mit. 79 der Opfer kamen aus der Schweiz, 56 waren Ausländer, davon zwölf Deutsche.

Von den 207 Toten kamen demnach 135 Personen beim Bergsport ums Leben und wurden Opfer von Bergunfällen – 30 Prozent mehr als 2017. Davon starben 95 durch einen Sturz, beim Bergwandern kamen 57 Menschen ums Leben, bei Skitouren 34 und bei Hochtouren 21.

Gutes Wetter = mehr Bergunfälle

Grund für die höheren Zahlen sei das gute Wetter im Sommer und Herbst gewesen, das viele Menschen in die Alpen gelockt habe. So sei auch die Zahl derjenigen, die aus einer Notlage gerettet werden mussten, um 20 Prozent auf insgesamt 3211 gestiegen. Der Monat mit den meisten Unfällen war der August.

Viele Opfer seien angesichts der großen Sommerhitze den Strapazen einer Wanderung offenbar nicht gewachsen gewesen, sagte ein Sprecher weiter. Tödlich habe oft auch der Versuch geendet, markierte Wanderwege auf der Suche nach einer Abkürzung zu verlassen.

Die meisten Toten gab es in den vergangenen 35 Jahren in den Schweizer Bergen 1985 mit insgesamt 195 Toten.

Karte: Tote in den Schweizer Bergen nach Kantonen

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