Bisher ist Ikea mit Plänen, im Stuttgarter Neckarpark ein Möbelhaus zu bauen, abgeblitzt. Foto: dpa-Zentralbild

Der schwedische Möbelriese Ikea ist nach wie vor interessiert an einem Standort in Stuttgart. Der neue deutsche Expansionschef Johannes Ferber hat im Gespräch mit den Stuttgarter Nachrichten angekündigt, dass man sowohl auf die Landesregierung als auch die Stadtverwaltung zugehen wolle. Besonders das Konzept des City-Möbelhauses stößt auf Interesse.

Stuttgart - Der schwedische Möbelriese Ikea ist nach wie vor interessiert an einem Standort in Stuttgart. Der neue deutsche Expansionschef Johannes Ferber hat im Gespräch mit den Stuttgarter Nachrichten angekündigt, dass man sowohl auf die Landesregierung als auch die Stadtverwaltung zugehen wolle. Nach einer ersten Reaktion aus dem Rathaus wird er dabei nicht auf taube Ohren stoßen.

Einen Termin für Gespräche gebe es derzeit noch nicht, weil man die genauen Pläne von Ikea noch nicht kenne, sagt ein Sprecher der Stadt. Man sei aber grundsätzlich bereit, miteinander zu reden. Bisher ist Ikea mit Plänen, im Stuttgarter Neckarpark ein Möbelhaus zu bauen, abgeblitzt. Grund dafür ist das sogenannte innenstadtrelevante Sortiment der Kette. Dazu zählen etwa Haushaltswaren. Solche Artikel dürfen außerhalb der Innenstadt nur auf sehr geringen Flächen angeboten werden, um die Geschäfte in der City nicht zu gefährden.

Dieses Sortiment könnte auch bei neuen Gesprächen der Knackpunkt sein, denn Ferber hat angekündigt, nach wie vor besonders im südöstlichen Bereich der Stadt rund um die B 10 auf der Suche nach einem Standort zu sein – also außerhalb der Innenstadt. „Ein Haus an der B 10 läge an der städtischen ­Peripherie. Somit wäre ein zentrenrelevantes Sortiment weitgehend ausgeschlossen“, sagt der Rathaussprecher. Deswegen ­müssten der Regionalplan, das städtische Zentren- und Einzelhandelskonzept und das unternehmerische Konzept von Ikea unter einen Hut gebracht werden. „Wie das gelingen kann, darüber diskutieren wir gerne mit dem Unternehmen“, so der Sprecher.

FDP-Fraktion im Gemeinderat ist begeistert

Auf besonderes Interesse im Rathaus stößt die Ankündigung des Möbelkonzerns, künftig mit neuen Konzepten direkt in die Innenstädte gehen zu wollen – so wie aktuell in Hamburg-Altona. „Das ist ein spannendes Projekt. Es wäre eine interessante Frage, ob sich dafür in Stuttgart ein geeigneter Standort fände“, heißt es im Rathaus.

Nicht von einer möglichen Ansiedlung überzeugen müsste Ikea die FDP-Fraktion im Gemeinderat. „Wir Liberale haben uns mehrmals dafür ausgesprochen“, heißt es in einer Anfrage an die Stadtverwaltung. Daran habe sich nichts geändert. Deshalb will die FDP jetzt wissen, wo sich das Unternehmen im Bereich der B 10 ansiedeln könnte, wie der Stand der Dinge ist und ob die Verwaltung Ikea bei der Suche nach geeigneten Grundstücken unterstützt.

Von einer Unterstützung dürfte man im Rathaus zwar noch weit entfernt sein, aber zeitnahe Gespräche scheinen immerhin möglich. Dann wird es auch darauf ankommen, welche neuen Konzepte Ikea der Stadtverwaltung präsentieren kann.

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