In der interaktiven Ausstellung schildern Avatare den Alltag der Kelten. Foto: Ines Rudel

Bogenschießen, Tandemflüge, Abseilaktionen und Messerschmiedekurse ergänzen 2026 das Vortragsprogramm. Das neue Heidengrabenzentrum kommt gut an.

Rund 20 000 Menschen haben im ersten Jahr das neue Heidengrabenzentrum auf der Schwäbischen Alb besucht. Damit hat sich das interaktive Museum, das den Alltag von Menschen zeigt, die in der Region vor über 2000 Jahren lebten, zu einer gut besuchten Anlaufstelle für Keltenfans entwickelt. Jetzt wird das Programm erweitert.

 

Mit dem neuen Action- und Abenteuer-Partner Cojote Outdoor Events seien für Sommer 2026 Workshops zum Messerschmieden und Metallgießen sowie Outdoor-Abenteuerkurse geplant, teilen die Veranstaltenden mit. Dieses Programm befinde sich noch in der Planungsphase. Auf jeden Fall soll es aber auch wieder Bogenschießen, Abseilaktionen vom Heidengrabenturm sowie Tandem-Gleitschirmflüge für Abenteuerlustige geben.

Vollmond-Spaziergang und mehr lockt Eltern und Kinder auf die Alb

Das Programm aus Vorträgen, Naturerlebnissen und Mitmachangeboten soll 2026 fortgesetzt werden mit fachlichen Impulse renommierter Expertinnen und Experten, Outdoor-Formaten und vielem mehr. Dazu wird am Sonntag, 1. Februar 2026, um 17 Uhr ein keltischer Vollmond-Spaziergang in Kooperation mit ALBgehNUSS angeboten und am Donnerstag, 12. März 2026 folgt der Vortrag „Klima, Kessel, Gene – Geheimnisse um das Hochdorfer Fürstengrab“ mit Professor Thomas Knopf, dem Leiter des Keltenmuseums in Hochdorf/Enz.

Im Oktober wurde im Heidengrabenzentrum ein Druidenfest gefeiert. Foto: Markus Brändli

Mit fast 17 Quadratkilometern Fläche war die keltische Siedlung Heidengraben, die Oppidum genannt wird, eine der größten befestigten spätkeltischen Siedlungen Europas mit beeindruckenden Wallanlagen und Toren. Neben den Besucherinnen und Besuchern haben auch die mediale Aufmerksamkeit und zwei Auszeichnungen die Bekanntheit des Heidengrabenzentrums gesteigert, heißt es in einer Mitteilung der Betreiber. So wurde das Gebäude mit dem Architekturpreis „Beispielhaftes Bauen“ 2024 ausgezeichnet, und das Museumskonzept erhielt im November 2025 den Löwenmensch-Award.

Tourismus, Kultur und Wirtschaft profitieren vom Ausflugsziel für Familien

Das Heidengrabenzentrum, das Wissensvermittlung und des Naturerlebens verbindet, wirke weit über die drei Heidengrabengemeinden Hülben, Erkenbrechtsweiler und Grabenstetten hinaus und stärke Kultur, Tourismus und regionale Wertschöpfung, heißt es weiter.

Keltische Avatare berichten vom Alltag der Vorfahren

„Die große Resonanz der Besucherinnen und Besucher bestätigt unseren Ansatz, Archäologie, Landschaft und Gegenwart eng miteinander zu verbinden“, sagt Tanja Breitenbücher, Geschäftsstellenleitung des Zweckverbands Region am Heidengraben.

Mit der immersiven Ausstellung, dem Kelten-Erlebnis-Pfad und einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm mache das Heidengrabenzentrum keltische Geschichte drinnen wie draußen erlebbar. Gemeinsam mit starken Partnern aus der Region werde Geschichte, Landschaft und Gegenwart verbunden.

Und das Angebot werde kontinuierlich weiterentwickelt. So könnten die Stimmen der keltischen Avatare in der Ausstellung inzwischen auch über Kopfhörer gehört werden. Diese Projekt „Keltengeflüster“ sei durch Leader Mittlere Alb im Rahmen des Regionalbudgets gefördert worden.

Informationen im Netz gibt es unter: www.region-heidengraben.de.