Gsälz, Besen und Viertele? „Wir können alles außer Hochdeutsch“. Wer nach Stuttgart zieht merkt schnell, was hinter dem selbstironischen Werbeslogan Baden-Württembergs steckt: viele fremde Begriffe. Wir haben den Crash-Kurs für Einsteiger im Video.

Stuttgart - Wer innerhalb von Deutschland umzieht, macht sich über sprachliche Barrieren keine Gedanken. Und genau hier liegt der Fehler. Ich hätte es wissen müssen. Ich komme aus einem beschaulichen Dorf in Niedersachsen. Dort spricht man Plattdeutsch, genauer gesagt schnackt man Plattdütsch. Und nur 40 Kilometer weiter werden schon ganz andere plattdeutsche Begriffe benutzt, als in meinem Heimatort.

Warum sollte das also 600 Kilometer von zu Hause entfernt mit der Sprache anders sein? Willkommen im Schwobaländle, genauer gesagt in Stuttgart. Es hat sich also ausgeschnackt. In Stuttgart wird geschwätzt. Nach dem Schaffen gönnt sich der Stuttgarter ein Weckle mit Gsälz, schlotzt dann ein Viertele (wahlweise „süß“ oder „sauer“), bevor er sich am Wochenende der Kehrwoche widmet. Wer bis hierhin alles verstanden hat, ist Schwabe oder zumindest ein gut integrierter Zugezogener – äh Neigschmeckter.

Um Nicht-Schwaben den Einstieg zu erleichtern, habe ich meine Kollegen Nora Chin und Philipp Maisel gebeten, mit mir einen Crash-Kurs Schwäbisch zu machen. Das ist das Ergebnis.

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