Nach seiner aktiven Karriere war er drei Jahre lang für Ferrari als Berater tätig - bis er seinen Vertrag zugunsten eines Engagements bei Mercedes GP auflöste. Foto: AP

Die Rückkehr des siebenmaligen Weltmeister Michael Schumacher in die Formel 1 nach drei Jahren Rennpause ist endgültig perfekt. Der 40 Jahre alte Kerpener hat einen Einjahresvertrag bei Mercedes-GP unterschrieben.

Stuttgart - Die Rückkehr des siebenmaligen Weltmeister Michael Schumacher in die Formel 1 nach drei Jahren Rennpause ist endgültig perfekt. Der 40 Jahre alte Kerpener hat einen Einjahresvertrag bei Mercedes-GP unterschrieben und soll für seine Rückkehr in den PS-Zirkus sieben Millionen Euro erhalten.

Es hatte sich angedeutet, seit Wochen. Zuletzt hatten Experten nur noch auf den ultimativen Fitness-Test gewartet - mit ihm sollte Schumacher seinem potenziellen Arbeitgeber beweisen, dass er die Nackenverletzung völlig überwunden hat, die er sich bei einem Sturz mit dem Motorrad zugezogen hatte. Nun wurde die Motorsport-Ehe schon vor diesen Testfahrten geschlossen. Der Kerpener kehrt in die Formel 1 zurück: Am späten Dienstagabend sickerte durch, dass der knapp 41-Jährige in Brackley seinen Servus unter den Einjahresvertrag gesetzt hatte. Gehalt: sieben Millionen Euro.

Bei Mercedes bildet Schumacher nun mit Nico Rosberg (Wiesbaden) ein deutsches Dreamteam. Zudem trifft er dort wieder auf Teamchef Ross Brawn, unter dessen Regie er alle sieben WM-Titel gewonnen hat. Beim Saisonauftakt am 14. März 2010 in Bahrain wird Schumacher 1239 Tage nach seinem letzten Rennen in São Paulo erstmals wieder um WM-Punkte kämpfen. Eine Bestätigung gab es von keiner Seite, Schumacher und Mercedes schwiegen. Schumis Sprecherin Sabine Kehm blieb immerhin nicht stumm und räumte ein, dass es in naher Zukunft eine Stellungnahme geben werde.

Schon im August stand Schumacher kurz vor dem Comeback. Nach dem schweren Unfall von Felipe Massa beim Großen Preis von Ungarn hatte sich der Kerpener, der seit seinem Rücktritt dem Ferrari-Team als Berater zur Verfügung stand, bereit erklärt, bei den Roten den Brasilianer zu vertreten. Allein die Ankündigung sorgte für immenses Aufsehen. Nachdem Schumacher sein Fitnesstraining intensiviert und im Simulator trainiert hatte, absolvierte er im zwei Jahre alten Ferrari F2007 Testfahrten, nach denen er Kopfschmerzen bekam. Untersuchungen bei seinem Arzt Johannes Peil in der Sportklinik Bad Nauheim ergaben, dass sein Schädel und die Nackenwirbelsäule nach einem Motorradsturz im Februar den hohen Fliehkräften in einem Formel-1-Boliden noch nicht standhielt. In einer Pressekonferenz erklärte Schumacher frustriert, dass er nicht für Massa einspringen könne - er schloss ein Comeback zu einem späteren Zeitpunkt aber nicht aus. Schumacher hat wohl irgendetwas schon damals geahnt.

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