Masken im Unterricht? Für den Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes eine unabdingbare Maßnahme. (Symbolbild) Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hält eine Maskenpflicht in Klassenzimmern für unabdingbar, wenn der Unterricht in üblicher Weise vonstattengehen soll.

Passau/Berlin - Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hält eine Maskenpflicht in Klassenzimmern für unabdingbar, wenn der Unterricht in üblicher Weise vonstattengehen soll. „Wer vollen Unterrichtsbetrieb will, kommt an der Maskenpflicht nicht vorbei“, sagte Meidinger der „Passauer Neuen Presse“ (Montag).

Weder Lehrer noch Schüler seien Fans der Maskenpflicht. „Aber das ist wohl das Opfer, das wir zumindest vorübergehend bringen müssen, um eine zweite Infektionswelle zu verhindern“, betonte Meidinger. Er bezeichnete es als „aberwitzig“, dass in Supermärkten, Zügen, Bussen, Gaststätten und bei Veranstaltungen Masken und Abstandsregelungen vorgeschrieben seien und an Schulen auf beides verzichtet werde.

Nordrhein-Westfalen gehe laut Verband den richtigen Weg

„Was derzeit in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, also da, wo der Schulbetrieb gestartet ist, an Hygieneschutzmaßnahmen vor Ort umgesetzt wird, reicht mit Sicherheit nicht aus, um den Wegfall der Abstandsregel in Klassenzimmern zu kompensieren“, sagte er der Zeitung. Nordrhein-Westfalen gehe mit seiner beschränkten Maskenpflicht auch im Klassenzimmer den richtigen Weg.

Das bayerische Kabinett diskutiert an Montag über eine mögliche Maskenpflicht auch in bayerischen Klassenzimmern. Ergebnisse der Debatte will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittag auf einer Pressekonferenz vorstellen.

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