In nur sechs Monaten wächst der Ergänzungsbau der Pfalzgraf-Rudolf-Schule. Die Stadtverwaltung weiß, wie das gelingen konnte.
Mit einer ungewöhnlich rasanten Bauzeit hat die Stadt Herrenberg den Ergänzungsbau der Pfalzgraf-Rudolf-Schule fertiggestellt. Seit diesem Montag wird das neue Gebäude bezogen, die ersten Unterrichtseinheiten starten noch Anfang März und damit planmäßig, wie die Stadtverwaltung mitteilt – die zugleich darauf hinweist, dass zwischen dem Beschluss im Gemeinderat im vergangenen Juni 2025 und der Teilbauabnahme Anfang Dezember nur sechs Monate lagen. Zudem bleibe das Projekt voraussichtlich im vorgesehenen Budgetrahmen von rund 1,6 Millionen Euro.
Viel Vorarbeit in der Baufirma
Der Baubeginn war Anfang September. Von da an wuchs der Neubau in Holzmodulbau-weise Schritt für Schritt. Im Oktober stand bereits der Rohbau. In den Herbstferien setzte die Baufirma die zehn vorgefertigten Holzmodule. Anfang Dezember erfolgte die Teilbauabnahme – und nun ist das Gebäude bezugsfertig.
Der hohe industrielle Vorfertigungsgrad der Module beschleunigte den Bau deutlich, schreibt die Stadtverwaltung in ihrer Mitteilung. Rund 80 bis 85 Prozent der Arbeiten erfolgten demnach im Werk. Vor Ort konzentrierten sich die Teams auf Montage und Ausbau. Diese enge Taktung erforderte eine präzise Abstimmung aller Beteiligten, intern wie extern.
Restarbeiten im Außenbereich laufen noch: Die Geländefeinmodellierung an den Fluchtwegen sowie die Einsaat der beanspruchten Grünflächen erfolgen, sobald es die Witterung zulässt, heißt es in der Mitteilung weiter. Nach der Anwachsphase gibt das Gebäudemanagement der Stadtverwaltung den Garten in Abstimmung mit dem Amt für Technik und Grün wieder vollständig frei.
Der Neubau besteht aus zehn Holzmodulen mit einer Bruttogrundfläche von rund 254 Quadratmetern. Holz als Baustoff sorgt für ein angenehmes Raumklima und verbessert die CO2-Bilanz.
Die Wärmepumpe machte Schwierigkeiten
Eine Herausforderung stellte nach den Angaben der Verwaltung die Inbetriebnahme der Wärmepumpe dar. Technische Schwierigkeiten führten zeitweise zu hohem Abstimmungsbedarf. In enger Zusammenarbeit zwischen Fachplanern, ausführenden Firmen und städtischen Ämtern sei es letztlich jedoch gelungen, die Anlage stabil zum Laufen zu bringen.
Auch bei der passiven Verkabelung für die digitalen Tafeln waren zusätzliche Abstimmungen notwendig. Der Anschluss erfolgt in diesen Tagen, sodass die technische Ausstattung pünktlich zum Unterrichtsbeginn einsatzbereit ist.
Gute Vorbereitung, klare Beschlüsse
Das Projekt wird voraussichtlich innerhalb des kalkulierten Budgets schlussgerechnet, formuliert die Verwaltung. Die zügige Umsetzung sei durch eine gründliche Vorbereitung, klare politische Beschlüsse und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten gelungen. Die Stadt dankt daher der Schulleitung und dem Kollegium der Pfalzgraf-Rudolf-Schule, dem Amt für Bildung, Kultur und Sport, der Schul-IT, dem Amt für Technik und Grün sowie allen Projektbeteiligten im Bau-Dezernat für die konstruktive Zusammenarbeit. Ebenso gilt der Dank den externen Partnern, die das Projekt souverän und zuverlässig begleitet haben.
Mit dem Bau schafft die Stadt dringend benötigten Schulraum und das funktional, nachhaltig – und termingerecht.