Lehrerin mit einer Klasse in Baden-Württemberg (Symbolbild) Foto: dpa/Marijan Murat

Weniger als 10.000 Menschen haben in den vergangenen zehn Jahren ein Lehramtsreferendariat begonnen. Das ergibt eine Auswertung des Statistischen Landesamtes.

Stuttgart - Die Anzahl der angehenden Lehrerinnen und Lehrer ist im Südwesten gesunken. Innerhalb der letzten zehn Jahre sei die Zahl der Menschen, die im Anschluss an ihr Studium das Lehramtsreferendariat wahrnehmen, um 22,9 Prozent auf 9392 gesunken, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag mit. Das Lehramtsreferendariat entspricht dem zweiten Teil der Lehrkräfteausbildung, bei dem die angehenden Lehrer und Lehrerinnen in den Schulen tätig sind.

Bei Grund-, Werkreals-, Haupt-, und Realschulen fiel der Rückgang an angehenden Lehrkräften am stärksten (31,8 Prozent) aus. Auch bei der Ausbildung für das Lehramt Sonderpädagogik gibt es deutlich weniger (28,5 Prozent) Lehrkräfte in Ausbildung. Im Gegensatz dazu gibt es einen leichten Anstieg (6,6 Prozent) bei angehenden Fachlehrern und technischen Lehrkräften.

Knapp 4400 Absolventinnen und Absolventen legten im Sommersemester 2019 und Wintersemester 2019/20 ihre endgültigen Prüfungen für das Lehramt ab. Den größten Anteil hatte das Gymnasiallehramt (38 Prozent). Frauen machten fast drei Viertel (74 Prozent) der künftigen Lehrkräfte aus. An Grundschulen sind ganze 91 Prozent der neu ausgebildeten Lehrkräfte weiblich.

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