Die Schule im Scharnhauser Park ist zwar erst gut 20 Jahre alt. Doch jetzt muss die Stadt Ostfildern eine Menge Geld in die Hand nehmen, um sie sicherer zu machen. Denn es hapert auch am Brandschutz.
Die Stadt Ostfildern will auch weiterhin viel Geld für ihre Schulen in die Hand nehmen. So soll in den kommenden zwei Jahren die Schule im Park für rund 7,5 Millionen Euro saniert, erweitert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Der Ausschuss für Technik und Umwelt (ATU) hat nun dem Gemeinderat empfohlen, die Vergabe der Arbeiten für Umbau und Elektroinstallation sowie den Aufbau von provisorischen Klassenräumen in Containern zu beschließen.
Das Schulgebäude im Scharnhauser Park ist zwar erst wenig mehr als 20 Jahre alt, doch in dieser Zeit haben sich die Anforderungen an die technische Ausstattung einer Schule, den Brandschutz und den Raumbedarf für die Betreuung stark verändert. Hinzu kam die Schulentwicklungsplanung, die für die Schule im Park eine deutliche Erweiterung des Grundschulbereichs von drei auf viereinhalb Klassenzüge, der Schulkindbetreuung und der Mensa vorsieht.
Alle Klassenräume müssen umgebaut werden
Im vergangenen Jahr hatte der Gemeinderat den Umbau, die brandschutztechnische Umrüstung sowie die Modernisierung der Elektrotechnik und den Aufbau einer weiteren Fotovoltaik-Anlage fast einstimmig beschlossen. Für das Gesamtpaket wurde ein Budget von 7,5 Millionen Euro bei einer Bauzeit von etwa zwei Jahren festgelegt.
Um den Brandschutz zu aktualisieren, müssen unter anderem alle Klassenräume so umgebaut werden, dass sie eine direkte Verbindung zu einem Fluchtweg erhalten. Außen am Gebäude werden vier neue Fluchttreppen angebaut. Auch im Inneren entsteht ein weiteres Fluchttreppenhaus. Dafür wird die frühere Hausmeisterwohnung aufgegeben.
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Die Mensa und die Küche werden erheblich vergrößert. Bisher können dort 80 Mahlzeiten ausgegeben werden, künftig sollen in mehreren Schichten bis zu 400 Kinder essen können. Im Obergeschoss entsteht ein Besprechungsraum und das Lehrerzimmer wird vergrößert. Um den Anforderungen an die Digitalisierung gerecht zu werden, wird die Datenverkabelung ausgebaut. Die Beleuchtung wird auf LED umgestellt, eine Brandmeldeanlage wird eingebaut.
Klassenzimmer in Containern
Um den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten, müssen während der Bauzeit von wahrscheinlich 18 Monaten acht Klassenzimmer in Container umziehen, die zweigeschossig auf dem Schulhof aufgebaut werden. Dabei wird auch eine provisorische Mensa aufgebaut. Miete und Aufbau der Container werden etwa 450 000 Euro kosten, für die Rohbauarbeiten müssen etwas mehr als 960 000 Euro bezahlt werden, die Elektroinstallation wird sogar mit mehr als 1,1 Millionen Euro berechnet.
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Petra Hönschel-Gehrung (Freie Wähler) merkte dazu an, dass es kritisch zu betrachten sei, eine so junge Schule für so viel Geld umzubauen. „Die Schule würde auch ohne Umbau gut funktionieren“, sagte sie. Bürgermeisterin Monika Bader verwies auf die fast einstimmige Beschlusslage zum Bau und den Kosten, und Peter Heinzmann, der Leiter der städtischen Abteilung Technisches Gebäudemanagement, betonte, dass der mangelhafte Brandschutz in jedem Fall angegangen werden müsse.
Der Ausschuss für Technik und Umwelt folgte am Ende bei zwei Enthaltungen dem Verwaltungsvorschlag, dem Gesamtgremium die Vergabe der Arbeiten zu empfehlen. Wenn der Gemeinderat dem folgt, können die Arbeiten an der Schule im Sommer starten.
Grundschule im jüngsten Stadtteil von Ostfildern
Schule im Park
Mit der Entwicklung des Stadtteils Scharnhauser Park vor etwas mehr als 20 Jahren wurde auch die Schule im Park erbaut. Sie wird als Grundschule mit drei Klassenzügen genutzt. Mit einer Kindergarten-Kooperation wird versucht, einen fließenden Übergang in die Schule zu gestalten. An der Schule ist zudem eine Grundschulförderklasse als Brücke zwischen Kindergarten und Schule eingerichtet. Eine Stelle für Schulsozialarbeit ist angesiedelt. Es wird Betreuung angeboten.
Planungen
Neben der Sanierung gibt es Pläne, die Schule um einige Klassen zu vergrößern und als Ganztagsschule zu führen. Daher müssen Klassenzimmer umgebaut, die Mensa, die Betreuungsmöglichkeiten und die Arbeitsplätze für die Lehrkräfte ausgebaut werden. Für die Arbeiten sind 7,5 Millionen Euro veranschlagt. Der Umbau soll in den Sommerferien beginnen und rund 18 Monate dauern.