Salzwasserkrokodile gelten als extrem aggressiv. (Archivbild) Foto: Carola Frentzen/dpa

Seit einer Woche suchten Ranger in Australien nach einem Krokodil, das ein Kind getötet hat. Jetzt haben sie es gefunden - und erschossen.

Darwin - Nach der tödlichen Krokodilattacke auf ein Kind in Australien haben Ranger das verantwortliche Tier getötet. Das 4,2 Meter lange Reptil sei bereits am Wochenende aufgespürt und erschossen worden, aber erst jetzt an der Wasseroberfläche treibend gefunden worden, teilte die Polizei des Northern Territory mit. Die Behörden bestätigten, dass es sich um das Krokodil handelte, das das zwölfjährige Mädchen vor einer Woche in einem Wasserlauf angegriffen hatte.

Das Kind war nahe der Aborigine-Gemeinde Nganmarriyanga schwimmen und plötzlich im Mango Creek verschwunden. Das Gebiet liegt etwa 360 Kilometer südwestlich von Darwin. Sofort gab es Befürchtungen, dass es Opfer eines Krokodils geworden sein könnte. Nach einer großangelegten Suchaktion hatten Einsatzkräfte am Donnerstag, zwei Tage nach dem Unglück, Überreste des Mädchens entdeckt.

Zwei tödliche Angriffe pro Jahr 

Sie hoffe, dass der Fund des Krokodils der Familie etwas Erleichterung verschaffe, zitierte die australische ABC die Regierungschefin des Northern Territory, Eva Lawler. "Ich freue mich, dass das große Krokodil gefunden wurde, und hoffentlich kann dies der Familie nach diesem absolut herzzerreißenden Vorfall ein wenig helfen."

Nach Regierungsangaben leben im Northern Territory über 100.000 Salzwasserkrokodile - mehr als in jedem anderen Bundesstaat Australiens. Die bis zu sechs Meter langen Tiere, die auch "Salties" genannt werden, gelten als extrem aggressiv. In dem Gebiet gibt es auch Süßwasserkrokodile ("Freshies"), die jedoch weniger gefährlich sind. Durchschnittlich kommt es im ganzen Land zu zwei tödlichen Krokodilattacken pro Jahr.