Ermittelt wird gegen insgesamt sieben Bedienstete der Staatsanwaltschaft Stuttgart (Symbolbild). Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Die Soko „Frost“ ermittelt gegen mehrere Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Es geht um Bestechlichkeit und die Verletzung von Dienstgeheimnissen.

Der Konflikt zweier Sicherheitsfirmen im Kreis Ludwigsburg zieht immer weitere Kreise. Wie die Polizei mitteilt, wird im Zusammenhang mit den Schüssen in der Silcherstraße in Tamm am 12. Mai nun auch gegen mehrere Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt.

 

Verdacht der Bestechlichkeit und Verletzung von Dienstgeheimnissen

Im Zuge der Ermittlungen der Sonderkommission „Frost“ ergab sich der Verdacht, dass einzelne Bedienstete aus dem Unterstützungsbereich der Staatsanwaltschaft Stuttgart unbefugt Daten an Dritte weitergegeben haben könnten. Vor diesem Hintergrund führt die Staatsanwaltschaft Heilbronn gemeinsam mit der Kriminalpolizei Stuttgart und Ludwigsburg Verfahren gegen insgesamt sieben Bedienstete wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und der Verletzung von Dienstgeheimnissen.

Gegen einen Bediensteten aus dem Unterstützungsbereich sowie zwei mutmaßliche Auftraggeber wurden durch das Amtsgericht Heilbronn neben Durchsuchungsbeschlüssen jeweils Haftbefehle wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr erlassen. Die drei Männer wurden am 12. November festgenommen und von einem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn in Untersuchungshaft eingewiesen.

Zeitgleich führten die Staatsanwaltschaft Heilbronn und die Polizei bereits die Durchsuchungen an Privatadressen sowie an den Arbeitsplätzen der Beschuldigten bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart durch. Die Ermittlungen und insbesondere die Auswertung der Beweismittel dauern an.