Die Schüsse am Bahnhof in Marbach haben einem 19- und einem 44-Jährigen gegolten. Sie waren von Unbekannten angegriffen worden. Die Hintergründe sind bislang noch unklar.
In Marbach gibt es am Freitag wohl nur ein Thema: Was ist am Donnerstagabend am Bahnhof passiert? Die Polizei hielt sich zunächst mit Informationen bedeckt, gab aber nun offiziell bekannt, dass es zu einem Angriff auf einen 19- und einen 44-Jährigen gekommen ist.
Opfer mit Schlägen und Tritten malträtiert
Laut Informationen der Polizei sind die beiden Opfer gegen 19.15 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz von fünf bis sechs noch unbekannten Personen angegriffen worden. Zunächst traten und schlugen die Angreifer wohl auf die beiden ein. Im weiteren Verlauf sollen zwei der Täter mit noch nicht näher bekannten Schusswaffen mehrere Schüsse abgefeuert haben. Bei den Waffen könnte es sich mutmaßlich um Schreckschuss- oder Druckgaspistolen gehandelt haben. Die Hintergründe des Angriffs sind noch unklar.
Die Gruppe trat nach der Attacke die Flucht an. Der 19- und der 44-Jährige wurden vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Eine sofort eingeleitete Fahndung führte bislang nicht zu deren Ergreifung. Die aktive Fahndung läuft zwar nicht mehr, die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern weiter an. Für Zeugenhinweise stehen beim Polizeirevier Marbach am Neckar die 07144/9000 sowie marbach-neckar.prev@polizei.bwl.de zur Verfügung.
Im Rahmen des Polizeieinsatzes war der Bahnhofsvorplatz weiträumig abgesperrt worden. Der Zugverkehr selbst war hiervon aber nicht betroffen. Zeugen hatten noch am Abend berichtet, dass auf dem Boden mehrere Patronenhülsen gelegen hatten.
Auf Facebook war außerdem über einen Fall vom 8. April diskutiert worden, bei dem ein 64-Jähriger im Eingangsbereich eines Supermarkts nahe des Bahnhofs in Marbach angegriffen worden war. Laut Polizei gebe es aber „keine Erkenntnisse“, die auf einen Zusammenhang weisen. Unklar ist laut Polizei, ob es einen Zusammenhang zur Gewaltserie rivalisierender Banden im Großraum Stuttgart gibt. Das werde geprüft.